Zum Wachstum gehört auch die Teuerungsrate - Geht’s noch?
Früher war alles anders. Früher wurde gesagt, dass eine niedrige Inflationsrate das beste Konjunkturprogramm sei. Heute, die Inflationsrate wird mit ca. 1% angegeben, schlagen die Experten Alarm. Das gesamte Wirtschaftssystem, das auf kontinuierlichem Wachstum aufgebaut ist, wackelt bedrohlich, wenn die Teuerungsrate so niedrig bleibt. „Mindestens 2 Prozent pro Jahr“, so die rechnerische Vorgabe des Teuerungswachstums. Um das Ziel zu erreichen, könnten die Kreditzinsen der EZB (Europäische Zentralbank) noch weiter gesenkt werden. Das heißt aber auch, dass die Sparzinsen ebenfalls weiter nach unten gehen. Eigentlich geht das gar nicht mehr tiefer. Auf der einen Seite volkswirtschaftliches Wachstum, andererseits dramatische Entwertung des „Sparstrumpfs“.
Irgendwie ist das alles schwer verständlich. Wenn die Teuerungsrate durch entsprechende Lohn- und Rentenerhöhungen aufgefangen würde, dann könnte man ja noch fast zur Tagesordnung übergehen. So aber bleiben Fragen und Unverständnis über unser Wirtschaftssystem.
Eigener Bericht