Neue, kreative Ideen sind gefragt, um Vertrauen der Bürgern zurück zu gewinnen. Das ist eine Pflichtaufgabe.

Ortsverein


Dirk Hartwich sieht bei mehr Bürgerbeteiligung nur Gewinner.

SPD-Rhade:
Bürgerbeteiligung ist heute Pflichtaufgabe für Verwaltung und Parteien

Hochinteressant und spannend war’s auf der öffentlichen, gut besuchten Mitgliederversammlung der Rhader SPD.
Mit dem Schwerpunktthema „Mehr Bürgerbeteiligung“ war eine lebhafte Diskussion geradezu vorprogrammiert.

Regt sich doch in vielen Städten seit Monaten der Unmut über Projekte, deren Sinnhaftigkeit Fragen aufwirft. Stuttgart 21 steht dafür nur beispielhaft, so der Referent des Abends, Dirk Hartwich.
Nach seiner These hat sich der unüberhörbare Ruf nach mehr Mitwirkung außerhalb der Parteien, Stück für Stück und über Jahrzehnte aufgebaut.
War es zu Beginn (Wirtschaftswunder) die Phase des festen Glaubens an „die da oben“, bröckelte in der 2. Phase (Ölkrise und Arbeitslosigkeit) die Zustimmung zu Personen und Parteien.
Bürgerinitiativen und Parteineugründungen waren das Ergebnis.
„Jetzt“, so Hartwich, „sind wir in der 3. Phase“.
Nichtnachvollziehbarkeit von parteipolitischen Entscheidungen und Fehlverhalten von einzelnen Politikern und Parteien, führen häufig zu Unmut, Ablehnung und nicht selten Hass auf die handelnden Akteure. Dass das nicht pauschal gerechtfertigt ist, versteht sich von selbst, heißt es in der Analyse.
„Und was bedeutet das für Dorsten und die Parteien?“, lautete dann auch folgerichtig die erste Frage.
Die geringe Wahlbeteiligung, der Schwund an Parteimitgliedern und der Rückzug ins Private sind Indikatoren, die eine klare Sprache sprechen.
„Die Parteien, die Verwaltung, der Bürgermeister müssen umdenken“, so das Fazit.
Dass sie das bereits teilweise eingeleitet haben, ist ein gutes Zeichen. So werden in Wulfen und Hervest inzwischen Bürger, Verbände und Vereine in gleichnamigen Konferenzen zur Mitarbeit aufgefordert. Der Zuspruch zeigt, dass das ein neuer Weg zur Bürgerbeteiligung sein kann.
Auch für Rhade (Stadtteilrahmenplanung) soll in den nächsten Wochen zu einem so genannten Workshop eingeladen werden. „Auch wenn dazu noch viele Fragen über die Auswahl der Teilnehmer offen sind, ist es doch ein erster Erfolg unserer langjährigen Bemühungen, für mehr Bürgerbeteiligung“, so Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der örtlichen SPD.

 
 

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