Bauschuttdeponie im Bahnhofsbereich wird von Rhader Bürgern hinterfragt
Rhader SPD lässt keine Themen aus
Achim Schrecklein, SPD-Ratsherr informierte über den Besuch des Umweltausschusses auf dem Hof Krampe in Rhade, um sich über die viel zu hohen Nitratwerte im Grundwasser vor Ort sachkundig zu machen. Darüber entwickelte sich eine spannende Diskussion, an der sich fast alle Anwesenden an der monatlichen SPD-Versammlung engagiert beteiligten. „Wenn alle landwirtschaftlichen Betriebe, wie >Krampe und Sohn<, so partnerschaftlich und verantwortungsvoll mit der Wasserwirtschaft zusammen arbeiten würden, hätten wir weniger Probleme“, so ein Teilnehmer. Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der örtlichen SPD, griff den Faden auf und regte eine öffentliche Veranstaltung an, auf der die Themenfelder, Intensivtierhaltung, Verbraucherverhalten, Nitrat im Grundwasser, Antibiotika in der Tierzucht und resistente Keime im Gesundheitswesen diskutiert werden sollen. „Ich hoffe“, so Niemeyer, „dass ich entsprechende Fachleute an einen Tisch holen kann“.
Meckerschecks, von kritischen Rhader Bürgern formuliert, trudeln zur Zeit wieder vermehrt ein:
- Fehlender Heckenrückschnitt im öffentlichen Gehwegebereich
- Bauschuttdeponie im Bahnhofsbereich
- Einhaltung der Gestaltungssatzung (Vorgarten) in Wohngebieten
3 unterschiedliche Bereiche, 3 Hinweise, die in Zusammenarbeit mit der Verwaltung behandelt werden sollen.
Wie geht’s weiter mit der Rhader SPD?
Seit 45 Jahren ist der Rhader SPD-Ortsverein aktiv und öffentlich präsent.
Seit 45 Jahren trifft man sich monatlich, um aktuelle politische Themen zu diskutieren.
Seit 45 Jahren diskutieren Gleichgesinnte, die zu Freunden wurden.
Obwohl sich das alles modellhaft anhört, wahrscheinlich sogar so benannt werden kann, fehlen junge, kritische Geister, die den „Karren ziehen wollen“. Eine Entwicklung, die in anderen Parteien und fast allen Vereinen bekannt ist. Was tun? Eine interessante Diskussion auf hohem Niveau folgte.
„Wir wollen weiter unseren Beitrag an der Entwicklung Rhades leisten und unsere Treffen in angepasster Form beibehalten“, so das vorläufige Resümee der SPD-Mitglieder. Anders ausgedrückt: Regelmäßige, offene Diskussionsforen, einem Stammtischgespräch nicht unähnlich, sollen sich mit gemeinsam gut vorbereiteten öffentlichen Veranstaltungen abwechseln, so das Fazit.
Übrigens: Der Frauenanteil bei den monatlichen Rhader SPD-Versammlungen ist erstaunlich hoch. Am letzten Donnerstag lag er wieder bei 40 %.