Da kannst du noch so gute Vorschläge machen - wenn die Verwaltung nicht will, dann geht nix. Achim Schrecklein mit Plan
Verwaltung lehnt Vorschlag zur Verkehrssicherheit ab
SPD-Rhade beurteilt das als Prinzipienreiterei und schreibt Offenen Brief
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ende Februar haben wir Sie angeschrieben und auf eine logische Verbesserung des vorhandenen Geh- und Radwegenetzes zum Rhader Geschäftszentrum gebeten. (Siehe unten)
Sie antworten kurz und knapp, lehnen den Verbesserungsvorschlag ab und begründen das mit folgenden Hinweisen:
- Der Ausbau müsste dem Stand der Technik entsprechen
- Er muss demnach eine Breite von mindestens 3,0 m haben
- Er muss mit Beleuchtung ausgestattet werden
- Der Weg befindet sich nicht nur auf städtischem Gelände
- Die Verkehrssicherheitspflicht (Winterdienst) ist nicht gewährleistet
- Es stehen keine (Finanz)-Mittel zur Verfügung
Diese Ablehnung fordert geradezu eine, nein zwei Antworten heraus.
Die 1. könnte lauten:
Wir bedanken uns sehr herzlich für die Beantwortung unseres Anliegens. Selbstverständlich verstehen wir, dass im Moment viele Gründe gegen das sofortige Umsetzen unserer Idee sprechen. Wir bitten Sie aber, das Vorgestellte nicht aus den Augen zu verlieren und, wenn die Situation günstig ist, umzusetzen.
Die 2. Antwort lautet, und das ist unsere Position:
Vielen Dank für die Beantwortung unseres Schreibens. Die Ablehnung des Vorschlages, mit wenigen „Bordmitteln“, die Geh- und Radwegeverbindung zum Rhader Geschäftszentrum zu verbessern und damit die Verkehrssicherheit, können wir nicht nachvollziehen.
Alle aufgeführten Ablehnungsgründe sind formal aus den Vorgaben für einen optimalen Geh- und Radwegebau abgeschrieben. Anstatt positiv und kreativ zu reagieren, und die Lücken der Vorschriften zu nutzen, verschanzen Sie sich hinter Vorschriften, die, legt man sie an den vorhandenen Radwegen an, fast überall zu Sperrungen führen müssten.
Fazit:
Wir wollen nicht immer hören, warum was nicht geht, wir fordern ein kreatives Handeln der Verwaltung mit konstruktiven Lösungsvorschlägen. Die Verkehrssicherheit hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Der Eindruck, dass hier der Vorschlag mit „Paragrafenreiterei kaputt“ gemacht werden soll, drängt sich leider auf. Warum das so ist, können wir uns auch nicht erklären. Die bevorstehende Kommunalwahl als Ablehnungsgrund? Das können wir nicht glauben.
Und so lautete unser Vorschlag Ende Februar 2014:
Radwegenetz zum Geschäftszentrum erweitern
Rhader SPD schreibt an Verwaltung
Stadtverwaltung Dorsten, Herrn Bürgermeister Lütkenhorst und Herrn Beigeordneten Lohse
Betr. Radwegeergänzung
Sehr geehrte Herren,
das vorhandene Fuß, Rad- und Wirtschaftswegenetz in Rhade eignet sich hervorragend, um den Binnenverkehr auf der Straße zu entlasten und das Radfahren zu fördern.
Im Rhader Rahmenplan sind dazu auch entsprechende Vorstellungen formuliert.
Heute möchten wir noch einmal auf eine kleine Verbesserung aufmerksam machen, die mit geringen Mitteln umgesetzt werden könnte.
Das Rhader Geschäftszentrum ist auch für Fußgänger und Radfahrer nur von der Erler Straße zu erreichen.
Günstig, und damit auch sicherer für alle Verkehrsteilnehmer wäre eine kurze Verbindung vom vorhandenen Fuß- und Radweg entlang der Turnhalle (Verbindung vom Schlehenweg zur Erler Straße) zum Parkplatz des Geschäftszentrums.
Dass dieser Weg angenommen wird, beweist ein inzwischen entstandener Trampelpfad. Foto.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn unser Vorschlag unbürokratisch und kurzfristig umgesetzt werden könnte.
Vielen Dank im Voraus,
mit freundlichem Gruß
Hans-Willi Niemeyer
Vorsitzender der Rhader SPD