Presserklärung der Berliner SPD-Fraktion zu Dorstener Fracking-Initiative

Umwelt


Stopp Fracking. Das Symbol Rote Hand sieht man inzwischen auch immer mehr in Rhade

Fracking: Dorstener Appell an Steinmeier übergeben

Die Vorbehalte gegenüber der unkonventionellen Förderung von Erdgas (Fracking) sind nicht zu übersehen.
In wenigen Monaten hat die Dorstener SPD über 500 Unterschriften von Bürgern gesammelt, die sich für ein Fracking-Verbot aussprechen.
Gestern trafen Landrat Cay Süberkrüb und die Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes, Frank Schwabe sowie Michael Groß (alle SPD) den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin. Sie übergaben Frank-Walter Steinmeier den sogenannten Dorstener Appell und berichteten ihm über die Gefahren des Fracking.

Steinmeier versicherte, dass die Sorge um Mensch und Umwelt auf bundespolitischer Ebene angekommen sei.
Nach Einschätzung der SPD-Bundestagsfraktion müsse man die bisherigen gesetzlichen Anforderungen an die Fracking-Technologie als vollkommen unzureichend bezeichnen. Unter den jetzigen Bedingungen sei die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten unter dem hohen Chemikalien-Einsatz nicht zu verantworten.
Die SPD-Politiker kamen überein, dass der Trinkwasserschutz Vorrang habe.
Die SPD wäre sofort bereit, ein Moratorium im Deutschen Bundestag zu beschließen. Dieses Moratorium solle solange gelten, bis Fracking-Methoden ohne den Einsatz giftiger Chemikalien zur Verfügung stünden.
Außerdem fordern die heimischen Abgeordneten eine Änderung des Bergrechts, damit bei allen Projekten hinsichtlich der Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstatten eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist. Dies hätte auch zur Folge, dass bei allen Vorhaben die Öffentlichkeit beteiligt werden muss.

 
 

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