Prima Klima nach Lima?

Umwelt

Die gute Absicht und die bittere Wahrheit – Dorsten hat eigenen Beitrag zu leisten

Nur im Krieg wird mehr gelogen als bei der Diskussion über den Klimaschutz und unsere nationale Energiewende. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Besonders durch die Verbrennung von Kohle und Öl steigt der schädliche CO2-Anteil in der Atmosphäre unaufhaltsam. Die Konsequenz: Wetterkapriolen mit schrecklichen Katastrophen. Alternativen sind gefragt. Atomenergie hat ihre Unschuld verloren. Bleiben die erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind. Deutschland ist hier weltweit Vorreiter mit Vorbildfunktion. Es gibt aber sehr einflussreiche Kräfte in der Industrie, die diese „friedliche Energierevolution“ mit allen Mitteln (Desinformation) torpedieren. Und damit den Klimaschutz. Beispiele:

  • Kernenergie ist billig und sauber: Das Gegenteil ist der Fall. Endlager? Ewigkeitskosten? Ungeklärt.
  • Deutschland „verschenkt“ hier produzierten überflüssigen Strom im Ausland: Strom wird an der Börse (Leipzig) gehandelt. Jedes Land aus der EU hat hier Zugriff.
  • Braunkohle ist unverzichtbar, weil billig: Braunkohle ist die schmutzigste Energie. Wer sie verbrennt muss Verschmutzungsrechte (CO2-Zertifikate) kaufen. Seit Jahren gibt es in der EU ein Überangebot. Konsequenz: Sie sind fast wertlos. Auswirkung: Effiziente, saubere Gaskraftwerke stehen still, Dreckschleudern schädigen das Klima.
  • Erneuerbare Energien sind unflexibel: Falsch. Unflexibel sind (noch) die Netze, die die Einspeisung aus unzähligen dezentralen Anlagen intelligent steuern müssen und werden.

Was hat Dorsten, was haben wir damit zu tun? – Frank Schwabe, SPD-MdB war in Lima:

  • Dorsten hat ein eigenes Klimaschutzkonzept erarbeitet. Noch ist es ein Schubladenpapier. Wie die Bürger da „mitgenommen“ werden sollen, ist ungeklärt.
  • Dorsten hat entschieden (SPD-Initiative) eine Kommunale (Strom)Netzgesellschaft zu gründen, um sich von den Energiemonopolisten unabhängig zu machen. Ein Anfang, mehr noch nicht.
  • Die Zusammenarbeit bei Energie und Klimaschutz mit unseren Nachbarkommunen ist völlig unterentwickelt. Eine Aufgabe für weitsichtige Kommunalpolitiker und Verwaltungen.
  • Unsere Landtags- und Bundestagabgeordneten müssen sich viel aktiver in die Diskussion „Energiewende und Klimaschutz“ einmischen. Die unüberhörbare Rücksicht auf Industrie und Gewerkschaft muss abgebaut werden.
  • Die Energiewende und ein besserer Klimaschutz werden aber nur gelingen, wenn auch die Bürgerinnen und Bürger „mitmachen“. Das ist kein Selbstzweck, sondern eine Verpflichtung den nachfolgenden Generationen, also unseren Kindern gegenüber.

Fazit: Die Diskussion in Lima mit Abschluss- und Absichtserklärung, alle Länder zu verpflichten, sich für den globalen Klimaschutz verantwortlich zu fühlen, ist wieder nur ein kleiner Mosaikstein. Aber besser als nichts. Frank Schwabe, SPD-MdB war vor Ort könnte ein ganz wichtiger Multiplikator für unsere Region werden.

Eigener Bericht

 
 

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