Rhade: Der scheinbar unaufhaltsame Strukturwandel kennt kein Stopp-Schild

Kommunalpolitik

Nun hat es auch die Rhader Bäckerei Heine erwischt. Ein traditioneller Familienbetrieb schließt seine Pforten. Eine Gelegenheit darüber nachzudenken, was wir in Rhade, Dorsten und darüberhinaus an heimischer Identität inzwischen verloren haben. Der Fortschritt, so die allgemeine Bezeichnung für gravierende Veränderungen aller Lebensbereiche, nimmt keine Rücksicht auf Tradition. Er richtet sich ausschließlich nach Prognosen und Profit. Da bleibt fast nur noch Nostalgie und Museum. Bitter und in Teilen eine Fehlentwicklung. Erinnern wir uns in Kurzform, was wir hier und da bereits verloren haben: Kommunale Selbständigkeit, Polizei, Post, Apotheke, Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten, Trimmstrecke, diverse Einzelhandelsgeschäfte, mehrere landwirtschaftliche Betriebe, Standesamt, St. Ewald, evangelischen Pastor, SPD-Ortsverein Rhade, Autowerkstatt, … Nun blicken wir, ebenfalls in Kurzform auf das, was wir stattdessen „gewonnen“ haben: Teil Dorstens zu sein, Autobahn, Supermarkt, Discounter, Alten- und Pflegeheime, Glasfaser, Bio-Laden, Turnhalle, Sportzentrum, diverse Imbissbetriebe, Störche, steigender Durchgangsverkehr zur Autobahn, mehrere Neubaugebiete, steigende Bevölkerungszahl, …
Wir verzichten an dieser Stelle bewusst auf eine persönliche Bewertung dieser sicherlich unvollständigen Aufzählung des Verlorenen und des Gewonnenen, fordern stattdessen unsere Leser auf, selbst ein Fazit zu ziehen.

Rhader Gedanken über gestern, heute und morgen

 
 

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