Rhader SPD legt Positionspapier zur Rahmenplanung vor

Kommunalpolitik

Rund um Rhade: Nur Freiraum mit viel Grün. Ein hoher Wert, der zu schützen ist.

Stadtteilrahmenplan Rhade
Schwerpunktthema: Freiraumplanung

Positionspapier der Rhader SPD nach der Bürgerversammlung

Auf Grundlage des 1. städtischen Workshops am 24.11.2010 und der SPD-Bürgerversammlung am 19.07.2011 werden folgende Anregungen in die laufende Planung eingebracht:

- Der grüne Freiraum rund um Rhade stellt einen hohen Wert für die Wohn- und
Lebensqualität Rhades dar, der zu schützen ist.

- Durch diese privilegierte Lage hat Rhade auch einen besonderen Wert für die
Gesamtstadt Dorsten, der durch geeignete behutsame Planungsmaßnahmen
noch gesteigert werden kann.

- Die Zieldefinition für Rhade lautet demnach: „Rhade, ein Stadtteil von Dorsten, mit bester Lage im Grünen und hohem Wohn- und Freizeitwert, attraktiv für Naherholung und die Vermarktung regionaler Produkte“.

- Um den Freiraum zu schützen, sollten künftige Baumaßnahmen in erster Linie als Abrundung und Lückenschluss verstanden werden.

- Neben dem betretbaren Freiraum sollte es auch Flächen geben, die der Natur überlassen werden, um eine größere Vielfalt an Flora und Fauna sich entwickeln zu lassen.

- Der „Forks Busch“ gehört zu der Fläche, die dauerhaft als Grünfläche festgelegt werden sollte. Weitere Flächen wurden im städtischen Protokoll des 1. Workshops genannt. Sie sind ebenfalls zu berücksichtigen.

- Die Fläche Wellbruchbach könnte mit einfachen Mitteln wieder so vernässt werden, dass die ursprüngliche Moorfläche wiederhergestellt wird. Eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit mit Erle und Marbeck ist anzustreben. Auch ist der RVR mit ins Boot zu nehmen.

- Dem Hinweis, dass ein vor Jahren angelegter Teich, nördlich der Ruhrstraße durch ungeordneten Düngemittelzufluss der umliegenden Ackerfläche ökologisch gefährdet ist, sollte im Rahmen der Planung nachgegangen werden. Eventuell kann in diesem Bereich durch Flächentausch mit der kath. Kirche Lembeck, die Schutzzone vergrößert werden.

- Rhade ist durch seine Lage ein potenzieller Kandidat für die so genannte Nahraumerholung. Es sind Maßnahmen durch behutsame Lenkung zu treffen, die einen ungeordneten, ungewollten Druck von außen durch Besucher verhindern.

- Unter dem Begriff „Sanfter Tourismus“ sollte ein entsprechendes Konzept mit den Rhadern erstellt werden. Die Ergebnisse aus Untersuchungen der letzten Jahrzehnte (u. a. KVR) sollten dabei herangezogen werden.

- Freiraum ist auch mit Freizeit gleichzusetzen. Der Dahlenkamp könnte als zentrales Sport- und Freizeitzentrum, mit überörtlicher Bedeutung, eine wichtige Rolle im Freiraumkonzept der Stadtteilrahmenplanung spielen. Die Überlegungen der Sportvereine, unter dem Titel „Verein der Zukunft“ (Anlage) formuliert, verdienen höchste Beachtung und Unterstützung.

- Um den Freiraum so zu nutzen, dass Natur, Bewohner und Besucher langfristig etwas davon haben, muss es ein „gelenktes“ Wegesystem geben, das Rhade komplett mit dem umliegenden Freiraum verbindet. Die SPD-Anregung „Fahrradstraßen“ oder „Fahrradfreundliche Straßen“ vorzusehen, sollte damit einbezogen werden.

- Das verzweigte Bachsystem, u. a. Kalter Bach, Rhader Bach, Rhader Mühlenbach mit Rhader Mühlenteich geben dem Freiraum eine besondere Note. Für den Rhader Mühlenteich sind Überlegungen anzustellen, ihn so behutsam für Ruhesuchende zu öffnen (kleiner Weg östlich und nördlich mit Ruhebänken), damit diese ökologische Nische nicht ge- oder zerstört wird.

- Der Schutz des Rhader Freiraums und die Nutzung können nur dann gewährleistet werden, wenn es ein kooperatives Nebeneinander von Naturschutz und Landwirtschaft gibt. So sollten beispielsweise Biologische Station, Nabu und Landwirtschaftsvertreter in die Rahmenplanung eingebunden werden.

Fazit:
Die bisherigen offenen und öffentlichen Diskussionen der Rhader SPD mit Rhader Bürgerinnen und Bürgern, darunter vielen Vereinsvertretern, haben eindrucksvoll bewiesen, dass es ein großes Bedürfnis gibt, sich für Rhade zu engagieren. Diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit muss gefördert und koordiniert werden. Eine Aufgabe, die die Verwaltung bieten müsste, um die Sach- und Ortskenntnis der Rhader Bürgerinnen und Bürger kostenlos abzufragen und in die Planungen einfließen zu lassen. Gewinner wären alle.
Ausdrücklich bieten wir der Rhader CDU auf diesem Gebiet nochmals eine parteiübergreifende Zusammenarbeit zum Wohle unseres Lebensraumes an.

 
 

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