
Eine gute Idee? – Joachim Thiehoff, Dorstener Experte für bürgerschaftliches Engagement antwortet
Joachim Thiehoff arbeitet federführend im Rathaus der Stadt Dorsten, um das Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport in der Lippestadt zu fördern. Seine Antwort auf den kritischen Offenen Brief von Dirk Hartwich übernehmen wir mit unwesentlichen Kürzungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
Joachim Thiehoff:
Ich habe mich mit dem Abteilungsleiter in der Planungsabteilung, Bernd Lehmann, über dein Schreiben unterhalten. Herr Lehmann koordiniert die Arbeiten im Planungsamt bezogen auf die Dorfentwicklung Rhade und Lembeck. Auch er teilt deine Einschätzungen und freut sich über die nochmalige Aufforderung, die früher geleistete Arbeit dringend in die neuen Planungen einzubauen.
Zum Verständnis, warum dieses Mal „manches anders ist“ haben wir folgende Gedanken zusammen getragen:
- Die Hinzuziehung der bisherigen Planungsprozesse zur derzeitigen Arbeit ist bereits fest eingeplant und wird in der Beauftragung an das externe Büro schriftlich fixiert.
- Das Planungsamt und mein Büro werden alle zur Verfügung stehenden früheren Planungskonzepte als Unterlagen bündeln und den Akteuren zum Nachlesen zur Verfügung stellen.
- Bei den früheren Planungsprozessen waren die Aussichten auf Umsetzungen von vornherein schwächer oder schwammig
- Diese Situation hat sich nun geändert. Andere große Stadtentwicklungsprozesse, die sowohl im Planungsamt als auch bei den durchführenden Fachämtern Personal- und Finanzressourcen gebunden haben, gehen nun auf ihren Abschluss zu (derzeit noch WMM).
- Die Verwaltungsspitze hat die Dorfentwicklung (zunächst Rhade und Lembeck) nun als dann folgende oberste Priorität festgelegt. Die Kapazitäten werden dort in den nächsten Jahren prioritär zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht Umsetzung. Die bisherige Vorarbeit hat erheblich dazu beigetragen, diese Priorisierung jetzt zu erreichen, bzw. die Notwendigkeit überzeugend darzustellen.
- Auch bei den Fördertöpfen (Integrierte Stadterneuerung) gelangt die Dorfentwicklung in Dorsten nun in die Priorität. Sobald die Dorfentwicklungskonzepte vorliegen, können konkrete Förderanträge gestellt werden. Einzelne Teilprojekte laufen bereits jetzt.
- Bei zwei rathausinternen Gesprächen wurden dezernatsübergreifend bereits alle im Rathaus bekannten Entwicklungsbedarfe für Rhade und Lembeck zusammen getragen. Dies trägt dazu bei, dass bei den beteiligten Fachämtern die sich nun ergebende Phase der praktischen Dorfentwicklung deutlich in die jeweiligen Blickfelder gelangt. Es entsteht derzeit ein gemeinsames Projektverständnis. Eine projektorientierte Bearbeitungsstruktur ist im Aufbau. Die von dir mit der Rolle eines Generalbevollmächtigten beschriebene Bündelungs- und Aktivierungskraft kann nunmehr tatsächlich aufgebracht werden. Was uns auf jeden Fall erhalten bleiben wird ist der Umstand, dass wir nicht in den nächsten drei bis fünf Jahren alle als sinnvoll zu beschreibenden Verbesserungsideen vollständig umsetzen können, also einen „idealen“ Ausbauzustand in den Dörfern erreichen werden. Dazu würden die jetzt in Aussicht stehenden Fördermittel und auch die für die Eigenanteile erforderlichen städtischen Mittel nicht reichen. Es geht uns jetzt darum, in konkrete Umsetzung zu kommen und möglichst viele Umsetzungserfolge zu schaffen.
Zu deinen Anmerkungen zur Beauftragung eines externen Büros möchte ich folgendes anführen:
Wird morgen fortgesetzt