
Gedächtnis-Verfallszeit bei einigen Politikern geringer als 40 Jahre
Es war ein Irrglaube der 1960er Jahre, dass die Kernkraft alle Energieprobleme sauber, sicher, endlos und preisgünstig löst. Es ist ein Irrglaube, dass die weitere Nutzung fossiler Energien Zukunft hat. Nicht nur, dass sie zur Neige gehen, sondern in erster Linie weil sie das Weltklima irreparabel schädigt. Es ist also eine Frage der Verantwortung, die wir gegenüber den nachfolgenden Generationen tragen. Umso erstaunlicher ist, dass plötzlich der Ruf nach der Wiederbelebung der Kernkraft u. a. auch von Regierungspolitikern wie Spahn und Söder erhoben wird. Haben sie vergessen, dass der Ausstieg eine Folge der Kernschmelze in Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) war? Haben sie vergessen, dass die Endlagerfrage immer noch ungelöst ist? Der Abfall aus den Kernreaktoren, in Castoren eingeschlossen, lagert immer noch ziemlich ungesichert in den Zwischenlagern auf dem Gelände der abgeschalteten Reaktoren. Und sie strahlen noch zigtausende Jahre! Das wissen auch Spahn, Söder und Co. Ihr Ruf nach einem Wiedereinstieg in die gefährliche und unsaubere Kernenergie dient in erster Linie dazu, einen Versuchsballon zu starten, wie die Öffentlichkeit auf ihre (unverantwortlichen) Gedanken reagiert. Die SPD ist aufgefordert, laut und deutlich Widerspruch zu äußern und alle Kraft in die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien zu stecken.
Nachdenkzeilen aus Rhade