Schermbeck isst – Dorsten trinkt?

Allgemein

Nebenbei bemerkt – Ein ganz persönlicher Kommentar

Darf man das? Die Dorstener Bierbörse kritisch hinterfragen? Als partei- und gesellschaftspolitisch Engagierter? Oder gilt man dann sofort als Spielverderber? Als trockener Miesepeter?
Nein - der Versuch sollte gewagt werden. Befürworter gibt es genug.
Beide Dorstener Zeitungen haben bisher nichts unversucht gelassen, die Veranstaltung als etwas Besonderes herauszustellen. Mehr Werbung geht nicht.
Während unsere Nachbarstädte andere Wege gehen, um sich ins rechte Licht zu setzen, versucht Dorsten zum wiederholten Mal mit einem Fest rund um den Alkohol, auf sich aufmerksam zu machen.

War da nicht vor kurzer Zeit die Diskussion für ein dringend notwendiges Wohnheim für Alkoholkranke im Bereich Maria Lindenhof? „Das wollen wir hier nicht“, lautete nur einer von vielen ablehnenden Kommentaren.
Hand aufs Herz. Wir wissen doch alle wie zerstörerisch Alkohol sein kann.
Kennt einer keinen, der daran kaputt geht oder bereits kaputt gegangen ist?
Rauchen schädigt die Gesundheit. Offene Werbung ist daher nicht mehr zulässig.
Alkohol schädigt die Gesundheit. Gibt es irgendwen, der das nicht unterschreiben würde?
Stellen wir uns vor, die veranstaltende Firma (die Stadt Dorsten ist nur Genehmigungsbehörde) würde morgen eine Tabakbörse in Dorsten veranstalten wollen. Der Aufschrei wäre groß. Es würde sie (wahrscheinlich) nicht geben.
Warum werden beim Alkohol, und Bier gehört ohne Frage dazu, beide Augen zugedrückt?
Dorsten muss sich positionieren. Wer Zuzug, wer Investoren anlocken will, muss mit harten und weichen Standortfaktoren werben. Neben der Infrastruktur sind es Bildung und Kultur, die einer Stadt etwas Unverwechselbares geben. Ob eine Bierbörse dazugehört, wage ich zu bezweifeln.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich trinke hin und wieder auch gerne ein kühles Bier.

Dirk Hartwich

 
 

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