Kommunale Schulpolitik gehört auf den Prüfstand
Jetzt liegen sie auf dem Tisch – die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in der Lippestadt (Dorstener Zeitung 24.2.2016). Überraschend dabei ist, dass das städtische Gymnasium Petrinum trotzdem an Zustimmung verliert, obwohl es im Rahmen eines Schulversuchs auch in 9 Jahren, so wie die Gesamtschulen, zum Abitur führt. Obligatorisch sind es 8 Jahre an den NRW-Gymnasien.
Ein Trend zur Gesamtschule mit Sekundarstufe 2?
Tatsächlich ist die einzige Dorstener Gesamtschule in Wulfen wieder komplett „ausgebucht“. Und es wandern immer mehr Schüler in die Gesamtschulen der Nachbarkommunen ab. Das führte dann vor einiger Zeit sogar dazu, dass der zuständige Dorstener Dezernent die Schermbecker öffentlich rügte, mit ihrer Gesamtschule Abwerbung zu betreiben. Es ist aber nicht nur Schermbeck, sondern jetzt auch die nördliche Nachbarkommune Borken, die mit einer 2. Gesamtschule, voraussichtlich mit einer Nebenstelle in Raesfeld, an den Start gehen wird. Das vorhersehbare Ergebnis lautet: Weitere Schüler werden „auswandern“. Dorsten ist gut beraten, die gesamte Schulentwicklung vorurteilsfrei auf den Prüfstand zu stellen. Ein Lösungsansatz: Wahlfreiheit G8 oder G9 für die Gymnasien, hier ist das Land gefragt, und die Einrichtung einer 2. Gesamtschule (Sek. 2 mit Abschluss Abitur) in der Lippestadt, statt einer neuen Sekundarschule (Sek.1 mit Abschluss Mittlere Reife), wie geplant.
Eigener Bericht