DWG-Geschäftsführer Oliver Göttlich steht Rede und Antwort
Sozialdemokraten des SPD-Ortsvereins Dorsten Nord, beklagen seit längerem, dass der örtliche Wohnungsmarkt zu unbeweglich sei. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, sozialer Wohnungsbau wurde bis fast auf Null zurückgefahren, Wohnungsbaugesellschaften kommen ihrer Verantwortung bezüglich Renovierung, Substanzerhaltung und transparenter Nebenkostenabrechnungen nicht nach. Mit dem Referenten Oliver Göttlich, der als Geschäftsführer der Dorstener Wohnungsgesellschaft (DWG) fungiert, stand ein kompetenter Diskussionspartner zur Verfügung. Mit 800 eigenen Wohnungen und ca. 1000 verwalteten ist die DWG ein einflussreicher Akteur auf dem Dorstener Wohnungsmarkt. Das Ziel sei, so Oliver Göttlich, ca. 30 Wohnungen pro Jahr in der Lippestadt selbst zu bauen. Einige Schwerpunkte der lebendigen Diskussion lassen sich so zusammenfassen:
- Schrottimmobilien sind in Dorsten nicht bekannt
- Verwaltungsübernahme durch DWG von Wohnungen aus dem Bestand großer Wohnungsbaugesellschaften sei schwierig, bisher aber nicht geprüft
- wird der Bau von Wohnungen in kleinen Stadtteilen Dorstens den Bedarf ergänzender Infrastruktur auslösen? Wird nicht als Problem gesehen
- Kann die DWG genossenschaftliches Bauen initiieren / fördern? Die Initiative muss von unten kommen, DWG und Verwaltung wären bereit, entsprechende Initiativen zu begleiten
- Anregung an DWG, künftig auch vermehrt zukunftsweisende soziale und ökologische Standards zu setzen, wurde auch in Richtung Gesellschafter der DWG gerichtet
- Modellprojekte, die über Sondermittel gefördert werden könnten, wie experimentelles Bauen, Mehrgenerationenhäuser, Wohnungen für Demenzkranke etc, sind abgesehen von der Planung eines Hauses für AZUBIS aktuell nicht im direkten Fokus der DWG
Fazit: Die Offenheit des Referenten beeindruckte die Teilnehmer, die die Diskussion als Auftakt inhaltlicher sozialdemokratischer Positionierung vor Ort einstuften und begrüßten.