Nachdenklich. Holger Lohse, oberster Stadtentwickler im Rathaus. Hier beim Workshop Rhade
Wieviel Geschäftszentren verträgt Dorsten?
Die Merkaden im Stadtzentrum sind noch im Bau, der Honsel-Edeka-Neubau auf dem ehemaligen Herverster Zechengelände noch in der Planung. Doch nun gibt es Streit. Interessant, dass die CDU mit unterschiedlichen Einschätzungen öffentlich agiert. Da scheint Druck im Kessel zu sein. Wie groß darf Honsel werden, um das Merkadenprojekt und andere Einzelhändler in der Altstadt nicht zu gefährden? Wird Toom der erste Verlierer sein? Die öffentliche Auseinandersetzung ist eröffnet. Ein bisschen spät, findet der kritische Beobachter von außen. Richtig ist, dass eine Stadt wie Dorsten, mit den vielen Außenbereichen, sinkender und älter werdender Bevölkerung, eine Stadtentwicklungspolitik benötigt, die diese klar erkennbare Tendenz berücksichtigt. Und das kann nur heißen: Ein leistungsfähiges Zentrum und mehrere überlebensfähige Nebenzentren. Wenn das nicht nachhaltig geklärt ist, wird die Marktbereinigung wieder über Schließungen, Leerstände und Abriss erfolgen. Eine Horrorvorstellung.
Kommentar aus dem Nebenzentrum Rhade