Trockenes Thema – spannende SPD-Veranstaltung

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Trockenes Thema – spannende SPD-Veranstaltung
Wolfgang Quallo lässt in Rhade Finanzzahlen sprechen

Obwohl die dramatische Finanzsituation der Stadt seit Jahren bekannt ist, die Kennzahlen allen Interessierten öffentlich zugänglich sind, macht sich doch immer wieder Überraschung breit, wenn die städtische Bilanz präsentiert wird.
Wolfgang Quallo, Kämmerer (Finanzminister) der Stadt war auf Einladung der Sozialdemokraten in Rhade, um die Zusammenhänge der Zahlen und Bewertungen zu erläutern. Die erste Überraschung waren die vielen Besucher, die sich aus erster Hand ein Bild machen wollten. Wolfgang Quallo verstand es, den nüchternen Zahlen Leben einzuhauchen und die Zuhörer, darunter Dr. Hans-Udo Schneider, Bürgermeisterkandidat der SPD und der Grünen, auf eine spannende Reise der Einnahmen und Ausgaben mitzunehmen.
Schnell wurde deutlich, dass es ein Zusammenspiel von vielen Faktoren ist, das die Finanzmisere Dorstens verursacht hat. Strukturelle Verwerfungen (Zechenschließung), steuerliche Veränderungen des Bundes (Unternehmenssteuerreform), ungerechter Finanzausgleich des Landes (Schlüsselzuweisungen) und hausgemachte Problemfelder (Atlantis) bilden ein unentwirrbares Knäuel, das einem Kämmerer die Luft zum Atmen nimmt und den Ratsmitgliedern Gestaltungsfesseln anlegt.
Trotzdem gab es viele Vorschläge, um aus der Schuldenfalle herauszukommen. Neben der klaren Forderung an das Land, endlich den Kommunen zu helfen, die unverschuldet die Lasten des Strukturwandels im Ruhrgebiet tragen müssen, wurden auch praktische Beispiele diskutiert. So verursachte die Mitteilung, dass pro Tag knapp 1000 Euro Energiekosten an der Gesamtschule Wulfen anfallen, ungläubiges Staunen. „Warum beginnt man hier nicht sofort in einzelnen kleinen Bauabschnitten Verbesserungen zu erzielen“, hakte Kornelia Schulte nach.
Hans-Udo Schneider konnte an dem Beispiel „Netzwerk für Kleinkinder“ verdeutlichen, dass es trotz der depressiven Haushaltssituation Spielräume gibt, die es zu nutzen gilt.
Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der Rhader SPD, stellte heraus, dass die Kommunalpolitiker viel mehr als bisher gegenüber dem Land und dem Bund Flagge zeigen müssen und Ungerechtigkeiten notfalls auch mit Klagen vor den Gerichten begleiten müssen.

 
 

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