Eine Ära in der Stadtverwaltung endet
Eigentlich hat er seinen offiziellen Ruhestand schon seit längerer Zeit angetreten. Um aber die neue Dorstener Netzgesellschaft zu „stabilisieren“, hat Wolfgang Quallo freiwillig noch etwas Zeit und Engagement drangehängt. Jetzt übergibt er die Geschäftsführung an seine Nachfolgerin Elisabeth Kappe. Wir erinnern: Die Dorstener SPD hat vor einigen Jahren aufgezeigt, dass der Konzessionsvertrag mit RWE über die Stromnetze auf dem Lippestadtgebiet nicht verlängert, sondern künftig in eine eigene städtische Gesellschaft (Stadtwerke) überführt werden sollte. Nach langen intensiven öffentlichen und kontroversen Diskussionen, wurde die Stadtspitze mit Wolfgang Quallo, seinerzeit auch „Finanzminister“ Dorstens, überzeugt. Verhandlungen, die sich über Jahre hinzogen, endeten zwar nicht in eigenen Stadtwerken, aber in einer Kooperationsgesellschaft mit RWE, die der Stadt ein sattes jährliches Plus von fast einer halben Million Euro einbringt. Die Rhader SPD hat diesen Prozess mit angestoßen und konstruktiv begleitet. In Wolfgang Quallo hat sie besonders auf diesem Feld einen aufgeschlossenen, offenen und fairen Gesprächspartner zur Seite gehabt. Wir wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt ohne Verwaltungsarbeit alles Gute und seiner Nachfolgerin eine erfolgreiche Fortführung des begonnenen kommunalen Energieumstiegs. Eigenständige Stadtwerke müssen nach wie vor das Ziel sein. Und dass die SPD einen wesentlichen Anteil an der geschilderten Erfolgsgeschichte hat, sollte auch nicht ganz unerwähnt bleiben.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 05.06.2016
„Kein Kind zurücklassen“ wirkt!
Das von der SPD-geführten Landesregierung gestartete Modellprojekt „Kein Kind zurückgelassen“ hat den Praxistest bestanden. Vorbeugung funktioniert, wirkt und lohnt sich! Hannelore Kraft hat heute in Düsseldorf angekündigt, diese vorbeugende Politik für Nordrhein-Westfalen fortzusetzen, „weil sie gut für die Kinder, die Familien und die Zukunft des Landes ist“.
NRWSPD.de: Was bedeutet eigentlich „Kein Kind zurücklassen“?
Hannelore Kraft: Wir verfolgen in Nordrhein-Westfalen eine Politik der Vorbeugung. Unter dem Leitmotiv „Kein Kind zurücklassen“ wollen wir dafür sorgen, dass Kinder in NRW gut aufwachsen können. Das heißt, sie sollen unabhängig von ihrer Herkunft und vom sozialen Status der Eltern ihre Talente und Fähigkeiten entwickeln können. Im gemeinsamen Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“ hat Rot-Grün in NRW seit 2012 mit 18 Modellkommunen den Aufbau von sogenannten „kommunalen Präventionsketten“ entwickelt. Die Bertelsmann Stiftung hat das Projekt wissenschaftlich begleitet. Es ging um die Schaffung vertrauter und niederschwelliger Angebote zur Unterstützung von Kindern und Familien – möglichst lückenlos von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben. Damit entsteht eine Brücke des Vertrauens zu Eltern und Kindern von Anfang an. Ein gutes Beispiel sind Familienzentren, von denen wir inzwischen über 3.300 Standorte in NRW haben und jedes Jahr kommen 100 hinzu. Dort gibt es Angebote wie Kita, Kinder- und Jugendhilfe sowie Familienunterstützung - gebündelt und nah.
Welche Schwerpunkte und Ziele habt ihr konkret gesetzt?
Veröffentlicht am 04.06.2016
Ernster Familienkrach in der Union
CDU und CSU bezeichnen sich als Schwesterparteien. Also als eine Familie. Da hängt aber der Haussegen schief. Sehr schief. Merkel und Seehofer können nicht (mehr) miteinander. Sie streiten um den rechten Weg in ihrer Politik. CDU und CSU erfahren jetzt, was es heißt, Konkurrenz einer neuen Partei zu spüren, die sich bereits auf dem rechten Weg breit gemacht hat. Wer nicht ganz vergessen hat, wie sich das linke Lager, ursprünglich von der SPD besetzt, nach Bildung der Grünen und später der Linken dauerhaft aufgespalten hat, könnte Schadenfreude verspüren. Die wäre aber fehl am Platze. Die Parteienlandschaft ist dabei, sich zu zersplittern. Das hat noch immer zu unkalkulierbarer Verunsicherung, krampfhaften neuen Koalitionen, bis hin zur Regierungsunfähigkeit geführt. Beispiele sind u. a. Spanien und Belgien. Und über Österreich wollen wir gar nicht sprechen. Das Zerwürfnis der Union wird die GroKo so beschädigen, dass auch die SPD nicht davon profitieren wird. Außer, sie setzt der Union jetzt „die Pistole auf die Brust“. Bis hierher und nicht weiter.
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 03.06.2016
Der Satz: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis“, hat an Bedeutung verloren. Heute wird dazu ein Gipfel einberufen. Eine Auswahl:
- Energiegipfel
- Klimagipfel
- Milchgipfel
- G7-Gipfel
- Flüchtlingsgipfel
- Koalitionsgipfel
- Natogipfel
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Ergebnisse werden in wohlgesetzten Worten, meist sind es inhaltsleere Absichtserklärungen, verkündet. Die nächste Stufe ist dann die Erklärung zur Chefsache. Die Presse schreibt, berichtet und kommentiert – die Bürgerinnen und Bürger werden zusehend skeptischer. Sie wenden sich ab und wählen neue Parteien oder suchen ihr Heil bei „alten“ Rechten. Das ist nun wirklich der Gipfel.
Eine Anmerkung aus Rhade
Veröffentlicht am 02.06.2016
Nicht selten wird er als sozialdemokratisches Urgestein bezeichnet. Ein respektvoller Titel für den Rhader SPD-Vorsitzenden, der nach 14 Jahren an der Spitze des rührigen Ortsvereins um eine wirkungsvolle Entlastung der ehrenamtlichen Arbeit gebeten hat. Und so steht auf der Tagesordnung der kommende Mitgliederversammlung am 9. Juni kurz und knapp: „Neuwahl des 1. Vorsitzenden“. Hans-Willi Niemeyer, der auch mehrere Jahre parallel als Vorsitzender der Lippestadt-SPD erfolgreich fungierte, bezeichnet seinen Wechsel ins 2. Glied des Ortsvereins, hier will er künftig als stellvertretender Vorsitzender seine Erfahrung weiter einbringen, als völlig normal und notwendig, um mit neuem Schwung zu zeigen, dass Parteien nicht nur eine wichtige demokratische Aufgabe erfüllen, sondern auch als „Kümmerer vor Ort“ unverzichtbar sind. „Und hier“, so Hans-Willi Niemeyer, „zeigen wir Sozialdemokraten in Rhade seit Jahrzehnten kontinuierlich Flagge, Engagement und Bürgernähe. Ich wechsele nur die Position aber nicht mein Engagement“. Mit Christoph Kopp wird, wenn die Versammlung der Empfehlung des „alten“ Vorsitzenden folgt, sein Wunschkandidat als Nachfolger amtieren. „Wir sind sehr dankbar, dass Hans-Willi Niemeyer 14 Jahre „den Karren gezogen“ hat, übrigens war er bisher der Vorsitzende in Rhade, der die längste Vorsitzendenfunktion aufweist, so die einmütige Bewertung der Rhader SPD.
Eine umfassende Würdigung seiner bisherigen ehrenamtlichen Arbeit für die SPD folgt nach der Mitgliederversammlung.
Veröffentlicht am 01.06.2016