Bundespolitik "Nun siegt mal schön"

Schwarz-Rot vor dem Start - Verantwortung für Deutschland

Theodor Heuss (FDP), erster Bundespräsident, von 1949 bis 1959 im Amt, besuchte 1958 ein Manöver der Bundeswehr um dabei den übenden Soldaten scherzhaft den legendär gewordenen Satz, „Nun siegt mal schön“,  zuzurufen. Beim Betrachten der heutigen instabilen Weltlage käme dieser Satz keinem demokratischen Politiker mehr über die Lippen. Aber genau zu diesem Zeitpunkt startet die neue Koalition der CDU/CSU/SPD, um „Verantwortung für Deutschland“ zu tragen. Dieser Satz steht über dem Koalitionsvertrag. Während die letzte (Ampel)Regierung noch mehr Fortschritt wagen wollte, will das Motto der neuen Koalition nur signalisieren, verstanden zu haben. Verstanden, dass unsere demokratischen Strukturen nur dann gesichert werden können, wenn auf allen Politikfeldern gemeinsam verantwortungsvoll gehandelt wird. (Ein nachträglicher und gewollter  Seitenhieb auf Lindner und seine FDP). Über dem Forderungskatalog der bundesdeutschen Gesellschaft steht ab heute: „NUN REGIERT MAL SCHÖN!“

Rhader Begrüßung der neuen Bundesregierung

Veröffentlicht am 06.05.2025

 

Sport Ein Sportverein bewegt Rhade - seit 100 Jahren

Vom Fußball zum Breitensport

Georg Lammers, Vorsitzender des Spiel- und Sportvereins Rhade 1925 konnte am Samstagmorgen viele Besucher, Ehrengäste und Jubilare im Festzelt, das auf der örtlichen Sportanlage aufgebaut war, begrüßen. Ein besonderes Jubiläum, nämlich 100 Jahre Sportverein Rhade, musste gebührend gefeiert werden. Grandios war schon die Auftaktveranstaltung mit dem ausgelassenen Tanz in den Mai. Nun galt es, an die Anfänge zu erinnern und Jubilare für langjährige Treue zu ehren. „Fußball ist unser Leben“, so motiviert, schnürten 1925 erstmals einige männliche Rhader ihre klobigen Fußballstiefel, um das Runde in das Eckige zu befördern. Sie nannten ihren Verein Fußball Club (FC) RHADE. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis sich der Breitensport-Gedanke auch im Vereinsleben durchsetzte. Die Fusion mit den Sportfreunden Rhade zog die Umbenennung in SSV Rhade mit sich. Das Kürzel steht für Spiel- und Sportverein und war seit diesem Zeitpunkt Programm. Heute präsentiert sich der SSV Rhade weiblicher und vielfältiger aufgestellt. Bürgermeister Tobias Stockhoff lobte die Weitsicht des Vorstands, mit der Fusion den Verein zukunftsfest aufgestellt zu haben. Was Breitensport heißt, zeigte eindrucksvoll dann die Tai Chi-Gruppe. Von leiser Klaviermusik begleitet, bewegten Männer und Frauen sanft und gleichmäßig ihre Körper, komplett in sich ruhend. Bevor das Jubiläumsfest auf dem Sportgelände mit der großen Dorfolympiade ausklang, präsentierte die Tischtennisabteilung Spitzensport par excellence. Bastian Steger, 2012 mit Olympia-Bronze ausgezeichnet, zeigte nicht nur sportliche Höchstleistung, sondern erntete mit seiner unübersehbaren Spielfreude viel Sympathie bei den Zuschauern. Lothar Danielowski, der diese Sportdemonstration locker und kenntnisreich kommentierte, sprach von ausgezeichneter Werbung für den Sport und den örtlichen Sportverein. Rhade darf stolz sein, den SSV Rhade in seiner Mitte zu wissen.

Veröffentlicht am 05.05.2025

 

Gesellschaft Für Sie gelesen: „Empört Euch!“

Stephane Hessels Streitschrift ist aktueller denn je

Er überlebte das KZ Buchenwald. Er war Widerstandskämpfer und UN-Diplomat. Er war Mitautor der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“. Mit 93 Jahren, inzwischen hoch für sein Lebenswerk dekoriert, hat er uns vor 15 Jahren auf 14 Buchseiten den Spiegel vorgehalten. Stephane Hessel konnte nicht mehr still mit ansehen, wie der ungebändigte Finanzkapitalismus die Pressefreiheit bedrohte und den Sozialabbau förderte. Unmissverständlich beklagte er in seiner Streitschrift die ungelöste Palästina-Frage. Heute 15 Jahre später sehen wir fassungslos und paralysiert zu, wie im Gazastreifen Zerstörung und Hunger gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden. Das Unrecht, das Israel durch die Terrortruppe Hamas zugefügt wurde und weiter zugefügt wird, verdient unsere uneingeschränkte Solidarität. Parallel dürfen wir aber nicht länger sprachlos  zusehen, wie 2 Millionen MENSCHEN in „Geiselhaft“ genommen und unmenschlich behandelt werden. „Empört Euch!“

Dirk Hartwich
Grundlage des persönlichen Kommentars ist der genannte Essay von Stephane Hessel. Im Buchhandel für 12.99 Euro erhältlich. Stephane Hessel starb 2013.

Veröffentlicht am 04.05.2025

 

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