Allgemein Die SPD auf der Suche nach Identität

Weiter wie bisher, oder sich neu erfinden?

Die deutsche Sozialdemokratie steht am Scheideweg. Sie hat die letzten Wahlen, u. a. in Dorsten, NRW und im Bund krachend verloren. Liegt es an den Wählern die nicht verstehen wollen, oder vielleicht an den ständigen Versuchen der SPD, einerseits traditionell als Schutzpatron des „kleinen Mannes“ aufzutreten, andererseits immer auch Verantwortung für das große Ganze tragen zu wollen? Eine allgemeinverbindliche Antwort gibt es nicht, aber die Verpflichtung jetzt über die Zukunft der Partei ohne Scheuklappen zu diskutieren. Am Anfang stehen die Inhalte. Ohne Neudefinitionen von Sozialstaat, Verteidigungsbereitschaft, Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik sowie allen weiteren gesellschaftspolitischen Themenfeldern, mäandert die SPD hin und her. Das spricht für ein neues Grundsatzprogramm. Aber auch personell kommt die SPD nicht um kritische Fragen herum. Die sogenannte Doppelspitze (m/w) ist zwar dem Zeitgeist geschuldet, wird aber weder in der Öffentlichkeit, noch innerparteilich als Durchbruch zum Besseren wahrgenommen. Dass Sozialdemokraten Regierungsverantwortung übernehmen, wenn unsere Demokratie dadurch gestärkt wird, ist selbstverständlich. Wenn aber die Partei dann nur noch als verlängerter Arm „der da oben“ wahrgenommen wird, ist Frust und Abkehr nicht weit. Die SPD muss sich nicht neu erfinden, aber sie muss, will sie wieder erfolgreich sein, eine Grundsatzdiskussion führen. Jetzt!

Nachdenkzeilen eines Rhader Sozialdemokraten

Veröffentlicht am 19.03.2025

 

So natürlich sah der Mittelpunkt Forks Busch noch 2023 aus. Derzeit haben Baumaschinen das Wort. Kommunalpolitik Rhade: Da tut sich was!

Großes Interesse an Dorfentwicklung

Das Carola-Martius-Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, als Heribert Triptrap, Sprecher des Bürgerforums, die Informationsveranstaltung eröffnete. Er führte kenntnisreich und souverän durch den Abend. Unterstützt von Mitgliedern des sogenannten Orga-Teams, die mit ihren Präsentationen aufzeigten, wohin sich Rhade entwickeln könnte. Daneben stellten sich örtliche Vereine vor und warben für ihre Pläne um Unterstützung. Immer dann, wenn das Heft des weiteren  Handelns im Dorstener Rathaus zu suchen ist, erläuterte der anwesende Bürgermeister Tobias Stockhoff die Sachlage. Dass Zuhörer jederzeit mit eigener Positionierung unterstützend, erweiternd oder kritisierend die Diskussion bereichern können, ist ein Markenzeichen des Rhader Bürgerforums. Beispiel: Der Plan, das Wäldchen Forks Busch zu einem öffentlichen Treffpunkt umzuwandeln, stieß nicht nur auf Zustimmung. Insbesondere der zweite Bauabschnitt wurde begründet infrage gestellt. „Ökologisch zu wertvoll und für einen kulturellen Treffpunkt mit offener Bühne der falsche Standort“, so verkürzt der Bürgereinwand. Insbesondere weil auch die zuvor vorgestellte Erweiterung des Sportzentrums mit dem Begriff „Sozialer Lebensraum“ warb. Der Einwand wurde hochkonzentriert von den Besuchern wahrgenommen. Ob er zum Umdenken innerhalb des "Arbeitskreises Dorfentwicklung" und der Verwaltung führen wird, muss abgewartet werden. Noch besteht bis zum 21. März die Möglichkeit, mit einem Einwand den derzeit im Rathaus ausliegenden Bebauungsplanentwurf zu ergänzen.

Bericht eines Teilnehmers

Veröffentlicht am 18.03.2025

 

Bundespolitik Mit innenpolitischer Stabilität den Herausforderungen begegnen

Ohne Christian Lindner und seine am Gängelband geführte FDP, wäre Olaf Scholz noch Bundeskanzler. Er alleine hat verhindert, dass nötige Reformen in großem Stil getätigt werden konnten. Sein Glaube, dass nur durch Sparen die Bundeswehr verteidigungsfähig ausgerüstet werden kann und alle Infrastrukturprojekte aus dem Sparstrumpf zu finanzieren wären, hatte sektiererische Züge. Er allein hat die Ampelregierung zerstört, seine FDP in den Abgrund geführt und der CDU/CSU den Weg zur Regierungsbildung bereitet. Und die ist nur, der Wähler hat es so entschieden, mit der SPD als Juniorpartner möglich. Da kommt schon Bitterkeit an der Basis der SPD auf. Besonders, weil plötzlich Geld scheinbar ohne Begrenzung für Reformen locker gemacht wird, das Olaf Scholz durch Lindners Blockadehaltung verweigert wurde. Nun werden CDU/CSU und SPD beweisen müssen, dass sie endgültig verstanden haben, ohne Streit  miteinander zu regieren. Nur dann wird unsere Demokratie weiter Bestand haben. Der Blick über den Tellerrand ist Beweis genug. Wer hätte es für möglich gehalten, dass ein Rüpel wie Donald Trump nochmals gewählt wird und nun systematisch dabei ist, alle demokratischen und liberalen Strukturen zu zerstören? Wer will, dass Trump, Putin und Co. in Schach gehalten werden, muss innenpolitische Stabilität konsequent wollen und leben. Und ohne SPD geht das (wieder) nicht.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.03.2025

 

Kommunalpolitik Dorsten vor 50 Jahren

Zeitzeugen erinnern an Kommunale Neugliederung

Als 1975 51 Ratsvertreter, 27 von der CDU, 22 von der SPD und zwei 2 von der FDP zur konstituierenden Sitzung zusammentraten, lag vor ihnen ein gewaltiges Problem. Die Gemeinden Rhade, Lembeck, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte, sowie Östrich waren nun Stadtteile von Dorsten. Ganz geräuschlos ging das nicht zu. Daran erinnerten mehrere „Ehemalige“, die 1975 als Ratsmitglieder dabei waren. Unübersehbar dominierte die Haarfarbe grau. Dass grau aber auch bunt sein kann, konnten die Besucher der 2-stündigen öffentlichen Veranstaltung hautnah miterleben. Neben den Fakten sorgten viele Anekdoten für einen kurzweiligen Abend. Ratsmitglieder a. D. Christine Börner, Ria Helferich, Josef Vrenegor, Bernhard Sporkmann, Ludwig Klappheck, Dirk Hartwich u. a., sowie Rolf Köllmann von der Verwaltung, konnten anhand weniger Stichwörter die nicht einfache Dorstener Geburt der Kommunalen Neugliederung anschaulich schildern. Die Moderatoren Josef Ulfkotte und Bürgermeister Tobias Stockhoff wurden nach dem angestoßenen Gespräch zu interessierten Zuhörern „degradiert“. Deutlich wurde auch, dass sich die CDU programmatisch auf den Neustart der größeren Stadt Dorsten intensiv vorbereitet hat, während die SPD scheinbar erst nach der Rats-Konstituierung am 21. Mai 1975 versuchte, die unterschiedlichen Betrachtungsweisen zwischen der Stadt und den neuen Landgemeinden zu verarbeiten. Das führte zu inhaltlichen Konflikten, die auch in persönlichem Streit untereinander endete. Die Presse erfand den Begriff Nordlichter, um die gedanklich noch nicht vollzogene Eingemeindung geografisch zuzuordnen. „Eine spannende, sehr arbeitsintensive und für nicht wenige Ratsmitglieder eine sehr belastende Anfangszeit“, so ein Zeitzeuge aus dem Norden. Heute, so waren sich „Ehemalige“ und Besucher einig, darf zwar zurückgeblickt werden um nicht zu vergessen, im Vordergrund muss aber die positive Entwicklung der Lippestadt stehen, die als Daueraufgabe für Verwaltung, Parteien, Rat und die gesamte Bevölkerung anzusehen ist.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 15.03.2025

 

Allgemein Mit offenen Augen durch Rhade

Sie sind wieder da. Die Rhader Störche sind aus ihrem Winterquartier zurückgekommen. Ein Indiz dafür, dass die Rhader Wiesen, südlich und nördlich der Lembecker-/Erler Straße genug Nahrung für inzwischen drei (!) Storchenpaare bieten. Rhade darf damit werben, ein Naherholungsgebiet für Einheimische und Besucher aus der Umgebung und sogar für Störche zu sein.  

Veröffentlicht am 14.03.2025

 

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