Umwelt- und Klimaschutz vor der Haustür

Umwelt

Straßenbäume bieten Schatten, binden CO2, sind u. a. Brut- und Nistplatz für heimische Vögel

Wenn also Bäume, auch in Wohnquartieren, nur Vorteile bieten, dann müssten wir aus diesem Verständnis heraus alles tun, um sie zu schützen. Das, was so selbstverständlich klingt, besteht  erstaunlicherweise den Praxistest in unseren Kommunen nicht immer. Ein Beispiel aus Rhade soll helfen, zu verstehen. Bäume benötigen nämlich nicht nur Licht und Wasser, sondern auch Platz, um gesund zu wachsen. Zu unserem Vorteil. Das heißt, dass die Fläche unter dem Baum so abgegrenzt sein muss, nicht nur um Regenwasser aufzunehmen, sondern auch um darauf keine parkende Fahrzeuge zuzulassen. Eine Pflichtaufgabe für jede Stadt. In unserem Rhader Beispiel dauerte es aber einige Jahre, begleitet von diversen Briefwechseln zwischen einem klimabewussten Anlieger und der Dorstener Verwaltung, bis die Baumscheiben in der Straße Am Stuvenberg durch Poller vor dem Parken und Überfahren geschützt wurden. Wenn jetzt noch, wie ebenfalls angeregt, die Baumscheiben Mutterboden und pflanzliche Bodendecker erhielten, würden sich sicherlich zu jedem so aufgewerteten Baum Bürger-Paten finden, die die Fläche regelmäßig pflegen. „Stadtbäume sind Alleskönner", sagt der Naturschutzbund Nabu. Und weiter: „Sie speichern klimaschädliches Kohlendioxid, liefern Sauerstoff, kühlen und reinigen die Luft, spenden Schatten an heißen Tagen, dämpfen Umgebungslärm und sie tun uns einfach gut! Schon der Anblick von Grün in der Stadt reicht, damit sich Menschen besser fühlen und der Stresspegel sinkt.“ Mehr Pro-Argumente gibt es nicht, um mehr als bisher in den Dorstener Wohnquartieren zu tun.

Mit offenen Augen durch Rhade

 
 

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