70 Jahre danach – Deutsche Verbrechen erschüttern weiter
Am 8. Mai 1945 wurde Nazi-Deutschland von den Alliierten befreit. Der 2. Weltkrieg war vorbei. Tage vorher erlebten die wenigen Überlebenden in den Konzentrationslagern das Ende des Schreckens. Das Grauen, das die Engländer, Amerikaner und Russen in Auschwitz, Bergen-Belsen, Dachau … vorgefunden haben, sprengt jede Vorstellungskraft. Täter waren gebildete Deutsche. Die Schwarzweißbilder von Leichenbergen machen immer wieder fassungslos. Scham, Mitgefühl und der Versuch von Wiedergutmachung ist das Mindeste was wir Nachgeborenen zur Aufarbeitung leisten können. Die Vergebung dieser Schuld, wenn das überhaupt geht, müssen die Opfer aussprechen.
Es sind aber 70 Jahre danach auch neue Bilder, die sich in unseren Köpfen einbrennen. Die Rede ist von Griechenland. Was haben vor 70 Jahren unsere Vorfahren dort gemordet, geplündert und gebrandschatzt? Wenn Griechenland heute fordert, dass diese Kriegsschuld der Deutschen immer noch nicht beglichen ist, dann sollten wir, diese unglaublichen Bilder vor Augen, ins Nachdenken kommen und über Verhandlungen zur Bildung einer Stiftung zur Wiedergutmachung nachdenken. Bundespräsident Gauck hat auch in dieser Frage einen erfreulichen 1. Aufschlag gemacht und die Bundesregierung an ihre internationale Verantwortung erinnert.
Eigener Bericht
Wichtiger Terminhinweis: Am Freitag, 8. Mai wird es auf dem Marktplatz der Stadt Dorsten, vor dem Alten Rathaus, eine Gedenkveranstaltung zur Beendigung des 2. Weltkrieges um 18 Uhr geben.