Verwaltungsspitze wieder komplett – Männer weiter unter sich

Kommunalpolitik


Chance vertan, gute Frauen in Führungsspitze zu wählen. Hans-Willi Niemeyer zeigt sich von CDU und Co. enttäuscht.

Rat wählt mit Mehrheit neuen Beigeordneten

Am Anfang steht der Glückwunsch an den Bewerber Lars Ehm, der mit deutlicher Mehrheit vom Stadtrat zum Beigeordneten für Jugend, Soziales, Schule und Sport gewählt wurde.
Leider fällt auch ein kleiner Wermutstropfen auf diese Mehrheitsentscheidung (CDU/FDP …)

Die SPD-Fraktion hat nämlich aus nachvollziehbaren Gründen für Nina Frense votiert. Ein Beobachter schilderte die Ausgangslage wie folgt: Wenn von zwei gleich guten und gleich qualifizierten Personen eine davon weiblich ist, sollte die Wahl auf die Kandidatin fallen.
Warum? Weil es nur so gelingt, auch Frauen in Spitzenämtern zu verankern. Die männliche Dominanz „da oben“ ist nach wie vor nicht zu übersehen und auch nicht gerechtfertigt.
Hier wurde in Dorsten mal wieder eine Chance verspielt, Zeichen zu setzen. Verantwortlich dafür ist die CDU, die sich frühzeitig und öffentlich auf ihren Kandidaten festlegte, der natürlich auch das richtige Parteibuch dabei hatte.
Jetzt ist die Wahl gelaufen, jetzt sollte Lars Ehm spüren, dass er Unterstützung für seine schwierige Aufgabe aus allen Lagern erhält. Das wird zweifelsfrei aber nur dann der Fall sein, wenn er durch Auftreten und Handeln beweist, nicht nur für die CDU zu sprechen.

 
 

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