Wer trägt die Verantwortung für die Verluste der Anleger?
Was haben Deutsche, Bank, Commerzbank, E.ON, RWE, VW, Air Berlin, die Liste könnte erweitert werden, gemeinsam? Der Aktienkurs dieser Konzerne ist dramatisch gesunken. Nicht wenige Privatanleger haben ihre Ersparnisse in vermeintlich sicheren Aktien der sogenannten Schwergewichte der deutschen Wirtschaft angelegt – und verloren. Die Banken haben sich verzockt, die Energieriesen haben den neuesten Stand der Technik verschlafen, VW hat getrickst und betrogen, Air Berlin eine Luftblase auf Kredit erzeugt. Nicht selten wurden Konzernlenker dieser Unternehmen zu „Managern des Jahres“ ausgerufen und ehrfurchtsvoll öffentlich gelobt. Vorbei! Und wer wird zur Rechenschaft gezogen? Bisher ist nicht bekannt, dass zum Beispiel Herr Ackermann, das war der, der mitverantwortlich ist, das Milliardenstrafzahlungen den Wert der Deutschen Bank-Aktie in den Keller geschickt haben. Wurde er wegen Veruntreuung des Anlegerkapitals bisher angeklagt? Oder Herr Winterkorn, dass ist der, der mehr als 40 Mio. Euro Jahresgehalt eingestrichen hat, nach eigenen Angaben sich um alles im Konzern persönlich gekümmert hat, aber von den Abgasmanipulationen nichts gewusst haben will. Dann sind da noch die Aufsichtsräte, fast paritätisch mit Arbeitnehmervertretern besetzt, die für die Kontrolle verantwortlich sind. Sie alle sind nicht aus der Verantwortung zu entlassen. Es ist unumgänglich, dass die Politik eingreift und die Aufsichtsregeln verschärft. Sonst bleiben am Ende die Aktionäre die alleinigen Verlierer, während die Bosse mit Millionenabfindungen in ein gesichertes „Rentnerleben“ abtauchen können.
Ein Zwischenruf aus Rhade