Von seiner Arbeit muss man leben können – von seiner Rente auch!

Soziales

Nebenbei bemerkt
Ein Drama bahnt sich an*

Wer Vollzeit arbeitet, muss davon leben können. Heute eine Binsenweisheit. Von allen, fast allen Parteien unterstützt.
Das dafür ein Mindestlohn erforderlich ist, wird auch nicht mehr völlig in Abrede gestellt. Die CDU eiert da noch etwas rum, die FDP kennt nur Besserverdiener.
Wie hoch muss aber ein Einkommen sein, um davon leben zu können?
Und – wie hoch ist dann meine Rente?
Diese beiden Fragen sind nicht voneinander abzukoppeln.
Dazu 2 Beispiele:

- Eine Verkäuferin arbeitet 30 Jahre lang, 30 Stunden, für 8 Euro/Std. in der Woche. Von ihrem Gehalt zahlt sie ihren gesetzlichen Beitrag in die Rentenkasse. Ihre Rente wird ca. 300 Euro (!) pro Monat betragen
- Eine Kinderpflegerin, fest angestellt verdient 2200 Euro brutto im Monat. Wenn sie 35 Jahre von ihrem heutigen Gehalt den gesetzlichen Rentenbeitrag einzahlt, bekommt sie im Alter 800 Euro (!) pro Monat Rente
Kann man davon leben?
Die verkürzte Schlussfolgerung für die politische Debatte muss also lauten:
Von seiner Arbeit muss man leben können – von seiner Rente auch!
Die SPD hat verstanden. Sie prägt die Debatte, übrigens als einzige Partei, mit einem eigenen Rentenkonzept. Stichwort: Solidarrente. Siehe dazu: www.spd.de
Eigener Bericht

* Die Überschrift und die Beispiele wurden einem ZEIT-Artikel entnommen, die Rechenbeispiele von ver.di beigesteuert.

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007140317 -