
Ein sozialdemokratischer Basiskommentar aus Rhade
Wenn eine Mannschaft verliert, rutscht sie in der Tabelle ab. Das kann an den Akteuren liegen, die nicht fit genug sind oder sich unfähig zeigen, als Team zu agieren. Natürlich müssen sich auch die Trainer die Frage gefallen lassen, ob sie Teil des Problems sein könnten. „Die Tabelle lügt nicht“, so kurz und knapp die Beschreibung der Ausgangslage. Falsch wäre, mit Schnellschüssen Handlungsfähigkeit beweisen zu wollen. Richtig dagegen handelt, wer sich zusammensetzt und ohne Hektik und Panik die dramatische Lage analysiert. Nur dann kann den Vereinsmitgliedern und der Öffentlichkeit verständlich erklärt werden, wie die Kehrtwende zum Besseren erreicht werden soll. Die Rede ist nicht von den Traditionsvereinen Schalke 04 oder Borussia Dortmund, sondern von der SPD. Einer Partei, die auf eine 162-jährige Geschichte zurückblicken kann. Sie hat das Tabellenende zwar noch nicht ganz erreicht, blickt aber schon in den Abgrund. Warum aber bereits nur einen Tag nach dem arg verlorenen Spitzenspiel die bisherigen Trainer sicher sind, die Kehrtwende sei nur mit ihnen zu schaffen, will dem einfachen Vereinsmitglied an der Basis nicht ganz einleuchten. Richtig wäre, mit einer schonungslosen Analyse den erforderlichen inhaltlichen und personellen Neustart so zu begründen, dass die Vereinsmitglieder verstehen. Nur so wird „der Verein“ weiter auf sie zählen können.