Neues Nachdenken wäre angebracht - Ein persönlicher Kommentar
Cannabis ist ein Suchtstoff wie Tabak und Alkohol. Ein Krankmacher dazu. Nach den schon immer an jeder Ecke legal zu erwerbenden Zigaretten und Alkohol, ist mit Cannabis seit einiger Zeit ein Rauschmittel dazugekommen. Jeder Erwachsene darf eine kleine Menge besitzen und konsumieren, ohne sich wie bisher strafbar zu machen. Gut für die Gerichte, die eine Entlastung spüren. Schlecht für die Krankenkassen, die vermehrt Behandlungskosten für auftretende Psychosen registrieren. Steigende Beiträge sind die Folge für die Versicherten. Richtig ist, dass sich die Käufer dieser Drogen jetzt eher auf „saubere“ Ware verlassen können. Richtig ist aber auch, dass Kenner der Szene Cannabis auch als Einstiegsdroge für härtere Stoffe bezeichnen. In Cannabis-Clubs darf begrenzt selbst gepflanzt und geerntet werden. Käufer müssen Mitglieder sein, die produzierten und verkauften Mengen pro Person sind genauestens vorgeschrieben. Innerhalb von Schutzzonen darf der Joint nicht angezündet werden. Die Kontrolle darüber ist Aufgabe der Bezirksregierungen mit Unterstützung der Polizei. Werbung ist zwar verboten, Infomessen rund um den Hanf aber zugelassen. So hat gerade in Düsseldorf die Messe CANNAFAIR ihre Tore geschlossen. Rund 250 Aussteller ließen sicherlich die Besucher bereits hier auf Wolke sieben schweben. Zurück zur Ausgangsfrage: War die Cannabis-Freigabe wirklich die beste Lösung? Mein persönliches Urteil lautet NEIN. Besser wäre, den Zugang zu allen Suchtstoffen durch kontinuierliche Aufklärung und erschwerten Zugang einzuschränken.
Dirk Hartwich