Was hat Kuh Erika mit Julia Klöckner zu tun?

Bundespolitik

Ein Tiertransport nach Marokko verschlägt einem die Sprache

 

Julia Klöckner ist nicht nur Ministerin für Landwirtschaft, sondern auch dem Tierschutz verpflichtet. Erika ist eine schwarz-weiß gescheckte Kuh der Rasse Holstein. Um genau zu sein – war eine Kuh. Ihr Sterben, fernab von ihrer Geburtsregion Ostfriesland, das von Tierschützern u. a. per Video dokumentiert wurde, verstößt gegen viele deutsche und EU-Gesetze. Und deswegen kann Erika von Julia nicht getrennt werden. Erika wurde 2016  in Ostfriesland geboren. Bereits 2 Jahre später, 2018, wird sie als tragendes „Zuchtrind“ nach Marokko verkauft. 2020 wird Erika dort auf einem Tiermarkt gesichtet, an der Ohrmarke identifiziert,  zum Kauf angeboten. Der Versuch des Käufers Erika mit 2 weiteren erworbenen „Zuchtrindern“ in einem geschlossenen Ford Transit-Kastenwagen (!) zu transportieren misslingt. Nur 2 Tiere, darunter Erika, werden unter Schlägen, Tritten und Elektrotreibern in den Wagen gezwängt. Die „Reise“ endet am gleichen Tag im Schlachthof. Wir übernehmen nun auszugsweise den Protokoll-Text der Organisation Animals` Angels, der in dem ZEIT-Bericht aufgeführt ist: „Die Kuh wird in der Mitte der Schlachthalle zwischen toten, enthäuteten Rindern angebunden. Ihre Vorder- und Hinterbeine werden … mit Seilen gefesselt und seitlich weggezogen, sodass sie auf die linke Körperseite fällt. … Sie versucht mehrmals aufzustehen, was ihre Fesseln verhindern. Mehr als 5 Minuten liegt sie so neben dem mit Blut gefüllten Abfluss. Dann schneidet ein Mann ihren Hals mit 2 Schnitten auf … Minutenlang spritzt das Blut aus ihrem Hals. Um 10.15 bewegt sich Erika nicht mehr.“

Erika ist kein Einzelfall. 10.053 „Zuchtrinder“ wurden allein 2018 aus Niedersachsen  nach Marokko verkauft. Für deutsche Landwirte ein lohnendes Geschäft. Das europäische Tierschutzgesetz endet übrigens beim Abladen der Tiere im Empfängerland. Marokko ist kein EU-Land.

JULIA KLÖCKNER (CDU) darf nicht länger die Augen vor der brutalen Wirklichkeit des Tierhandels verschließen. Es geht um  das Tierwohl!

 

Eigener Bericht auf Grundlage einer Dokumentation in der Wochenzeitung DIE ZEIT am 11. Februar 2021. Titel: Erikas lange Reise

 
 

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Christoph Kopp
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