Dann helfen nur noch Verbote mit drastischen Geldbußen
Die Meldung lässt aufhorchen. Hätte es 2025 ein Tempolimit auf Autobahnen gegeben, würden heute noch 90 Menschen leben. Als Opfer sind auch viel mehr Schwerverletzte dazuzurechnen, die ihr Leben lang unter den Folgen leiden. Unfallforscher sprechen dabei von einer Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h, die als „Lebensretter“ ausreichend gewesen wäre. Warum verschließen wir uns diesen harten Fakten? Warum glauben wir immer noch, eine Sonderrolle in Europa spielen zu müssen? Tatsächlich ist Deutschland das einzige Land auf dem europäischen Kontinent, das weiter unausgesprochen mit dem Slogan wirbt, freie fahrt für freie Bürger. Blicken wir in die Unfallstatistik des Jahres 2025: Mehr als 2800 Verkehrstote. Das heißt pro Tag(!) 8 Menschen, die bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verlieren. Reicht das wirklich nicht, um die Ursache, nämlich das zu schnelle Fahren freiwillig einzuschränken? Anscheinend nicht. Daher kommen wir um ein Tempolimit auf Autobahnen nicht herum. Tatsächlich beweisen die Statistiken unserer Nachbarländer, dass diese Maßnahme, flankiert von drastischen Geldstrafen bei Nichteinhaltung, einzig und allein nützt, um eine Verbesserung zu erzielen. Übrigens lautet das Ziel der EU, bis 2050 die Zahl der Verkehrstoten auf unseren Straßen auf NULL zu senken. Unser Alleinstellungsmerkmal, RICHTGESCHWINDIGKEIT statt TEMPOLIMIT, ist von gestern.
Rhader Nachdenkzeilen auf Grundlage des Presseberichts in der DZ am 13.7.2026 „Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit