Was wollen Eltern für ihre Kinder?

Schule und Bildung

Dr. Hans-Udo Schneider:
Die Dorstener Bildungslandschaft ist eben nicht in Ordnung!

„Vor der Wahl hat die CDU gesagt, es sei alles in Ordnung, am Dorstener Schulsystem müsse nichts verbessert werden“ erinnert Dr. Hans-Udo Schneider an den Kommunalwahlkampf 2009. Der rotgrüne Bürgermeister-Kandidat hatte damals für Änderungen in der Schullandschaft geworben – und viel Kritik einstecken müssen. „Doch was ist seitdem geschehen?“ fragt Schneider

und zählt die Veränderungen auf: Die St. Ursula Realschule nimmt nun auch Schüler auf; die Montessori-Schule ist nicht mehr nur Grundschule, sondern unterrichtet bis zur Klasse 10; das Gymnasium Petrinum bietet wieder das Abitur in 9 Jahren an; den Hauptschulen laufen die Schüler davon.

Schneider stellte auf der Mitgliederversammlung der SPD Holsterhausen die (ersten) Ergebnisse des SPD-Arbeitskreises „Bildung und Schule“ vor. Fazit:

Es ist eben nicht alles in Ordnung in der Dorstener Schullandschaft. Die Abiturquote liegt unter, die Quote von Migranten ohne Schulabschluß über dem Landesdurchschnitt. Jedes Jahr werden Dutzende Jungen und Mädchen an den Gesamtschulen in Barkenberg und Schermbeck abgelehnt, können nicht die Schule ihrer Wahl besuchen.

Im Bildungssystem hat die neue rotgrüne Landesregierung wichtige Verbesserungen beschlossen: das Aus für Studiengebühren, die Wiedereinführung der Schulbezirksgrenzen. Und die Grundschulgutachten für die weiterführenden Schulen sind nur noch Empfehlungen, nicht mehr bindend.

Was fehlt, sind Änderungen direkt vor Ort. Der SPD-Arbeitskreis „Bildung und Schule“ favorisiert das Modell einer Gemeinschaftsschule. Möglicher Standort könnte das Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße sein. In dem Gebäude sind die Dietrich-Bonhoeffer- (Hauptschule) und die Erich-Klausener-Schule (Realschule) untergebracht. Mit beiden Schulleitungen haben Arbeitskreis-Vertreter bereits gesprochen, ebenso wie mit der Leitung der Gerhart-Hauptmann-Schule (Realschule). „Wir müssen aber besonders mit den Schülerinnen und Schülern und mit ihren Eltern reden. Entscheidend ist: Was wollen Eltern für ihre Kinder“ versichert Schneider einmal mehr, nicht über die Köpfe der Schüler hinweg, sondern nur gemeinsam mit ihnen entscheiden zu wollen.

Weiteres Ergebnis des Arbeitskreises „Bildung und Schule“: Die Inklusion soll kommen. Das bedeutet, daß behinderte und nicht behinderte Kinder grundsätzlich eine gemeinsame Schule besuchen. Heute gibt es neben den 3 Regelschulen (Haupt- und Realschule, Gymnasium) noch 5 Förderschulen.

 
 

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