Wenn Erwartungen enttäuscht werden

Kommunalpolitik

Manchmal macht sich Ratlosigkeit breit, wie die Pläne alle umgesetzt werden können

Bürgerbeteiligung endet oft in der Sackgasse

Jetzt sind es die Bürger der Dorstener Altsstadt, die aufgerufen werden, Verbesserungsvorschläge für das Zentrum der Lippestadt zu produzieren. Später soll dann in einem so genannten Workshop mit Fachleuten, u. a. der Verwaltung, darüber diskutiert werden. Das ist gut und eigentlich alternativlos. Denn Bürger vor Ort sind die eigentlichen Fachleute in ihrem direkten Lebensumfeld. Wer an mehreren Bürgerbeteiligungsaktionen dieser Art teilgenommen hat (Mitglieder der Rhader SPD), z. B. beim Klimaschutzkonzept, Demografiewandel, Rahmenplan, Energiewende …, darf aber auch mal kritische Töne äußern. Während die Ideenbörse funktioniert, die anschließende Dokumentation professionell aufbereitet wird, beginnen die ersten Schwierigkeiten bei der Umsetzung. „Kein Geld, zu wenig Personal, dazu noch zeitlich überfordert, der rote Faden nicht lange erkennbar“, so ein ernüchterndes Fazit eines gutwilligen Freiwilligen. Dennoch: Eine Stadt, die auf die ehrenamtliche Mitarbeit ihrer Bürger verzichtet, verschenkt einen kostenlosen Mehrwert. Wenn diese Bürger aber ernüchtert feststellen, dass sie an so genannten Schubladenpapieren mitgewirkt haben, bleibt die Enttäuschung nicht aus. Dann ist der Schaden meist größer als der Nutzen.

Eigener Bericht

 
 

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