Wenn Kinder unter Krieg und Verletzungen leiden

Gesellschaft

Friedensdorf Oberhausen gilt als letzter Rettungsanker

Ein Zeitungsbericht über das Friedensdorf Oberhausen, das es seit 1967 gibt, löst zwei Reaktionen beim Leser aus. Wir werden indirekt daran erinnert, dass es uns in Deutschland richtig gut geht. Egal, ob wir uns in der Mitte oder im unteren Bereich unserer Gesellschaftsstruktur verorten. Das ist wichtig, um die Schilderung über den vor 58 Jahren von einer Bürgerinitiative gegründeten Rettungsanker für kriegsverletzte Kinder richtig einordnen zu können. Jährlich werden hier ca. 300 Kinder medizinisch versorgt. Gäbe es das sogenannte Friedensdorf, nur 23 Kilometer von Dorsten entfernt, nicht, dann würden viele verletzte Kinder aus Kriegsgebieten nicht überleben. Eine Sozialarbeiterin, seit 30 Jahren im Friedensdorf aktiv, erläutert, dass die Hilfsorganisation nur Kinder aufnimmt, wenn es um Leben und Tod geht. Viele Helfer vor Ort sowie Ärzte in Kliniken behandeln und betreuen die Kinder, von denen momentan 20 nicht älter als 5 Jahre sind. Sie kommen ohne Eltern und müssen manchmal Monate lang behandelt werden. Eine Herausforderung für die Kinder, die in der Ferne wartenden Eltern und die vielen Aktiven, die sich hier um die Kinder kümmern. Die berichtende Sozialarbeiterin ist stolz, mit vielen „Ehemaligen“ nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland noch in Kontakt zu stehen und über die positive Entwicklung ihrer Schützlinge auf Zeit, informiert zu werden. Finanziert wird das Friedensdorf Oberhausen nahezu ausschließlich aus Spenden.

Eigener Bericht über „Letzte Rettung Oberhausen“.  Erschienen in der ZEIT am 24.12.2024   

 
 

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