Wer etwas erreichen will, setzt sich Ziele

Umwelt

Rhade und Dorsten müssen mal den Blick über den Tellerrand werfen

Immer wieder werden die Bürger aufgefordert, Anregungen zu geben, um den eigenen Lebensmittelpunkt nicht nur zu verbessern, sondern zukunftsfähig zu gestalten. Das ist gut und richtig. Schlecht ist aber, wenn die Ideen zwar gelobt und für umsetzbar gehalten werden, aber in den Amtsschubladen verstauben. So erging es der Bürger-Idee (2014), die Energieversorgung Rhades modellhaft in mehreren Zeitstufen auf regenerative Versorgung umzustellen. Aktuell wäre heute der richtige Zeitpunkt, die Schublade zu öffnen,  um nachzulesen. Parallel soll heute aber auch auf einen Problembereich aufmerksam gemacht werden, der uns seit Jahren das Klima und die Umwelt verhagelt. Es geht um die jährlich steigenden Abfallmengen. Trotz des getrennten Sammelns und der teilweisen Wiederverwertung der Rohstoffe, wäre die Abfallvermeidung die einzig richtige Lösung. Eine italienische Gemeinde hat sich 2007 das Ziel gesetzt, eine „Zero Waste City“ zu werden. Inzwischen beträgt die Recycling-Quote 86%, Tendenz steigend. Für das Engagement erhielt Capannori, so der Gemeindename (50.000 Einwohner), den „grünen Nobelpreis“. Seit dieser Zeit besuchen Kommunalpolitiker aus ganz Europa die italienische Kleinstadt in der Toskana, um vor Ort zu sehen, was erreicht werden kann, wenn man sich Ziele setzt und sie in praktisches Handeln umwandelt. Dorsten muss gar nicht reisen, sondern alle Schubladen mit der Aufschrift GESAMMELTE ZUKUNFTSIDEEN öffnen.

Eigener Bericht auf Grundlage des Artikels „Die kleine Stadt und der große Müll“, Süddeutsche Zeitung 12./13. März 2022

 
 

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