
Eine französische Professorin bringt es auf den Punkt. Mit Selbstbewusstsein!
Der unberechenbare amerikanische Präsident trampelt auf demokratischen Werten herum, beleidigt Andersdenkende, bedient rassistische Vorurteile und verrät langjährige Partnerschaften. Deutschland und Europa hat er als „Feindesland“ eingestuft. Unsere Politiker sind paralysiert. Sie pendeln zwischen schleimender Unterwürfigkeit und vorauseilendem Gehorsam, um sich dem Autokraten im Weißen Haus anzudienen. Sie sollten zuhören, was nicht wenige Intellektuelle, wie z. B. Professorin Eva Illouz aus Paris, empfehlen. Sie zählt auf, wo wir (EU) den USA deutlich überlegen sind:
- demographisch und institutionell
- höhere Lebenserwartung
- robustere soziale Sicherungssysteme und bessere Gesundheitsversorgung
- strengerer Datenschutz
- wirksamere Regulierung von Monopolen
- enge demokratische Kontrollmechanismen
- deutlich geringere Waffengewalt
- Führungsstärke in der Klimapolitik
- freier Zugang zu Bildung
Kurz: Die Europäische Union ist heute das stärkste demokratische Modell in der Welt. Trotzdem fühlt sich die EU eher als Juniorpartner der USA. Dieses fehlende Selbstbewusstsein hat etwas mit der militärischen und technologischen Abhängigkeit zu tun, in die wir uns begeben haben. Die Umsteuerung hat inzwischen begonnen, um mit unserer starken Identität zu punkten. Am Ende werden „Finanzmärkte nur dort gedeihen, wo Verlässlichkeit, Vertragstreue und Vorhersehbarkeit herrschen, nicht das Chaos“, so die französische Professorin. Und abschließend: „Macht kann das Recht nicht ersetzen. Darin liegt die Stärke Europas.“
Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des Zeitartikels „Europa ist den USA überlegen“ vom 29.1 2026