Ein empörter Zwischenruf
Ein Flüchtlingsheim in Sachsen wurde am vergangenen Wochenende 2 Mal von außen beschossen. Im Haus: 150 Hilfesuchende. Gut, dass es keine Verletzten oder Tote gab. Ein glücklicher Umstand. Staatsanwalt und Polizei ermitteln – so die Nachricht in Tagesschau und Tagesthemen – wegen Sachbeschädigung! Nicht wegen Mordversuch, sondern wirklich wegen Sachbeschädigung. Eine erstaunliche und unverständliche Verharmlosung. Die Täter werden es mit Interesse und klammheimlicher Freude zur Kenntnis nehmen. Und vielleicht weiter schießen. Sachsen ist überall, so die dortigen Landespolitiker immer dann, wenn mal wieder in Sachsen gegen Flüchtlinge und Asylbewerber mit rechten Parolen demonstriert wird. Pegida hat nicht zufällig hier ihre Hochburg. Es wird Zeit, aufzustehen. Wieder mal, um die Rechten nachdrücklich daran zu erinnern, dass sie nicht die Mehrheit haben und niemals wieder bekommen dürfen. Deshalb ist politisches Engagement von uns Demokraten so wichtig.
Dirk Hartwich