Wir haben verstanden? Ein Kommentar

Allgemein

Volksparteien ohne Volk?
Die CDU ist unten angekommen

Ja, der Trend ist nicht zu übersehen oder schön zu reden. Die großen Parteien verlieren nicht nur an Zustimmung sondern auch an Mitgliedern.
Die SPD hat als erste diese bittere Erfahrung in den Regierungsjahren machen müssen. Sie ist in der Regeneration und auf dem Weg der Besserung.
Jetzt wird auch die CDU wach. Der Absturz ist dramatisch. Nicht nur in der momentanen Wählergunst.

In Dorsten will man in Stadtteilkonferenzen nachfragen, warum das so ist.
Die Antwort ist relativ einfach. Es ist die Arroganz der Macht, die sich immer dann einschleicht, wenn man glaubt, alles besser zu wissen. Auch in Dorsten.
Wer in den letzten Jahren die so genannten Stadtteilgespräche verfolgt und sich ein kleines Stück Kritikfähigkeit bewahrt hat, muss einräumen:
- Es wird informiert – nicht hinterfragt
- Die Hauptrolle hat der Bürgermeister – Nebenrollen sind unerwünscht
- Bürger dürfen fragen – Kritik am Verwaltungshandeln kommt nicht gut an
- Klar ist immer, warum was nicht geht
- Bürgerinformation ja – Bürgerbeteiligung nein
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Dorsten kommt aus der Talsohle nur heraus, wenn die zur Zeit noch stärkste Partei und ihr Bürgermeister endlich begreifen, dass man nicht auf das Wissen und Engagement der Bürger (auch ohne CDU-Parteibuch) verzichten kann und darf.
Wer auf der einen Seite funktionierende Strukturen (zum Beispiel Bezirksausschüsse) zerschlägt, muss auf der anderen Seite nicht rätseln warum sich immer weniger für Kommunalpolitik interessieren.
Parteiaustritte und dramatischer Rückgang der Wahlbeteiligung werden auch die CDU in Bewegung bringen.

 
 

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