Wir müssen jetzt mal Klartext über unsere ostdeutschen Bundesländer sprechen

Landespolitik

Nehmen wir das Beispiel Sachsen-Anhalt

Gebannt, verunsichert, verständnislos und auch verärgert blicken wir im Westen den Landtagswahlen rund um die Landeshauptstadt Magdeburg am kommenden Wochenende entgegen. Die Umfragen signalisieren, dass die Rechtsaußenpartei AfD stärkst politische Kraft werden kann. Sogar eine absolute Mehrheit wird von den Wahlforschern für möglich gehalten. Wie ist das möglich? An fehlender westlicher Unterstützung kann es nicht liegen. Sachsen-Anhalt hat allein in diesem Jahr 3,2 Milliarden Euro aus dem Länderfinanzausgleich erhalten. Als die Mauer fiel gab es kein Halten. Endlich frei, endlich grenzenlos reisen. Wir im Westen freuten uns mit. „Nun wächst zusammen, was zusammen gehört“, so die Aufforderung von Willy Brandt, gemeinsam unser wiedervereintes Land zu gestalten. Dazu haben viele Westdeutsche freiwillig ihren Arbeitsplatz in den Osten verlegt, um mitzuhelfen, schnellstmöglich gleiche Lebensverhältnisse zu erzielen. Zur Erinnerung: Die DDR war bankrott! Was anfangs als Erfolgsgeschichte begann, drehte sich nach und nach ins Gegenteil. Plötzlich war es der böse Westen, plötzlich waren sogar DDR-Zeiten besser. Die AfD befeuert bis heute dieses Gefühl der Verunsicherung und scheinbaren Kränkung. Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Wir sind eine Solidargemeinschaft. Westliche Bundesländer haben geliefert. Dabei wurden eigene Regionen vernachlässigt. Stellvertretend lässt Gelsenkirchen grüßen. Selbstbewusst müssen wir den haltlosen Vorwürfen der AfD-Sympathisanten mit zwei Worten entgegentreten: ES REICHT!     

Rhader Nachdenkzeilen

 
 

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