Wir wollen die Kommunale Energiewende

Umwelt


Jürgen Heinisch, stellv. Vors. in Rhade, arbeitet auch im Arbeitskreis Energie mit

SPD will Energiewende in Dorsten
Arbeitskreis kritisiert städtisches Energie-Management in Barkenberg

Mit Hochspannung arbeiten die im „Arbeitskreis Energie“ engagierten Mitglieder der Dorstener Sozialdemokraten daran, die eingeleitete Kommunale Energiewende konstruktiv zu begleiten.

Während auf der einen Seite das Verfahren zur möglichen Netzübernahme und der Gründung eines Dorstener Stadtwerkes mit Partner ausdrücklich gelobt wird, fällt andererseits die Kritik an der städtischen Vorgehensweise für Barkenberg mit seinen über 4000 Wohneinheiten mit Nachtspeicherheizungen unüberhörbar deutlich aus.

So wird das für 100 000 Euro in Auftrag gegebene Gutachten „Erstellung eines Wärmekonzepts für Barkenberg“, das zu 80 Prozent von RWE und zu 20 Prozent der Stadt Dorsten bezahlt wird, als wenig hilf- und ertragreich bezeichnet. Der jetzt vorgelegte Zwischenbericht beschreibt zwar den Istzustand und die Problemstellung mit den nicht mehr zeitgemäßen Nachtspeicherheizungen, gibt aber keine Lösungshinweise, die nicht schon mehrfach öffentlich benannt und diskutiert wurden.

Die irritierende Rechtslage soll jetzt in Zusammenarbeit mit Michael Gerdes, SPD-MdB zweifelsfrei geklärt werden, um die Barkenberger Bürger mit konkreten Informationen zu versorgen. Dazu gehört in erster Linie das in einer Novelle des Energieeinspargesetzes genannte Verbot von Nachtspeicherheizungen bis 2020.
Welche Ausnahmen gibt es? Wer ist für die Umrüstung verantwortlich?

Dass die Kommunale Energiewende in Dorsten nur gelingen wird, wenn möglichst alle Parteien an einem Strang ziehen und die Bürger „mitnehmen“, ist innerhalb der SPD unumstritten. Das bestätigten sowohl Friedhelm Fragemann für die Fraktion und Hans-Willi Niemeyer für den Stadtverband, die beide an der letzten Arbeitskreissitzung teilnahmen. Besonders erfreut zeigten sie sich, dass es inzwischen, neben der SPD, weitere Arbeitskreise „Energie“, parteilich wie auch überparteilich, gibt. „Eine Zusammenarbeit untereinander ist sinnvoll und für die Verwaltung und den Stadtrat hilfreich, muss aber >passen<“, so die Bewertung der Teilnehmer aus allen Ortsvereinen der SPD.

Auch die Suche nach Gas in tiefen Gesteinsschichten, mit dem Begriff Fracking verbunden, sorgt die Dorstener SPD. „Das Grundwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und darf nicht durch chemische Zusätze, Kritiker sprechen von einem toxischen Giftcocktail, gefährdet werden. Obwohl es parteiübergreifend Äußerungen gibt, Fracking generell zu verbieten, handelt es sich dabei um Absichtserklärungen ohne praktische Auswirkung. Eine öffentliche Veranstaltung der Dorstener SPD soll in Kürze die Bürgerinnen und Bürger für das Thema sensibilisieren und auf den schleichenden Gasförderprozess mit der Frackingmethode aufmerksam machen.

Bereits im September treffen sich die Mitglieder des SPD-Arbeitskreises wieder, um die dann geklärten offenen Fragen zu bewerten und mit Öffentlichkeitsarbeit für ein Dorsten einzutreten, das den Namen „Zukunftsfähige Stadt“ verdient.

 
 

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