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Kommunalpolitik

Winterzauber in RhadeRhade ist rundherum grün. Ein Standortvorteil - ein Stück Lebensqualität. Da kann man was draus machen.

Workshop „Stadtentwicklungsplanung Rhade“
Beispiel: Arbeitsgruppe Wirtschaft, Versorgung, Tourismus (Teil 2)

Sagen wir es doch mal deutlich. Rhade wurde jahrelang als attraktive Wohn- und Schlafstadt gehandelt, die wirtschaftliche Entwicklung aber vernachlässigt. So ist der unübersehbare Geschäftsleerstand entlang der Lembecker Straße ein klares Indiz für diese These.

Wie soll aber der Hebel umgelegt werden? Die Verwaltungsspitze zeigte sich sehr überrascht, dass die diskussionsfreudigen Teilnehmer dieser Arbeitsgruppe klare Vorstellungen entwickelten.
So wird in erster Linie auf die behutsame Entwicklung eines sanften Naherholungstourismus gesetzt. „Dabei werden die örtliche Gastronomie, Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten sowie Vermarkter von regionalen Produkten als erste „Sieger“ gesehen.
Unter sanftem Tourismus versteht die Arbeitsgruppe u. a. die Nutzung des unbezahlbaren Standortvorteils „Natur“. Die weiten Wiesen- und Ackerflächen, immer mal wieder unterbrochen von Waldgebieten, sowie die attraktiven Bachläufe laden geradezu ein, um per Wanderung oder Radtour erlebt zu werden. Dadurch können sich auch neue Geschäftsfelder wie Fahrradverleih und geführte Touren in Rhade bilden.
„Warum hat WinDor als stadteigene Gesellschaft hier nichts getan?“, lautete eine Anmerkung.
Aber das Rad muss nicht neu erfunden werden. So wurde nachdrücklich gefordert, dass das vor ca. 20 Jahren vom damaligen KVR (Kommunalverband Ruhr) erstellte Konzept „Naherholung Rhade/Lembeck“ reaktiviert werden sollte. „Daran haben auch einige Teilnehmer des jetzigen Workshops aktiv mitgearbeitet“, erinnert sich ein „alter Hase“.
Damit aber kein falscher Eindruck entsteht, dass nur über neue Geschäftsfelder gesprochen wurde, muss hier angemerkt werden, dass sich die Arbeitsgruppenteilnehmer sehr für den Erhalt der vorhandenen Firmen einsetzten. So rückten zum Beispiel auch die Landwirtschaft, die ärztliche Versorgung, Seniorenbetreuung und der Öffentliche Personennahverkehr in den Fokus.
Gespannt warten jetzt alle, was sich davon im Protokoll der Verwaltung wiederfindet und was der 7er-Arbeitskreis (Unterausschuss des Stadtrates – 3 CDU, 2 SPD, 1 Grüne, 1 FDP) daraus macht.
Eine Übersicht der SPD-Vorschläge zum Thema Verkehr ist im Artikel „Workshop Stadtteilrahmenplan Rhade, Der Auftakt ist gelungen“ vom 25.11.2010 nachzulesen.

 
 

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