6 Monate GroKo – Eine Wahrnehmung an der SPD-Basis

Bundespolitik

Eine Aufbruchstimmung ist (noch) nicht erkennbar

Einträchtig sitzen sie nebeneinander. Die CDU-Kanzlerin und der SPD-Vorsitzende. Ein Team, eine Regierung. Die Wähler haben das vor einem halben Jahr so gewollt. Seit diesem Zeitpunkt gab es einen wichtigen Test für die SPD. Die Europawahl. Profitieren wir von der Großen Koalition oder liefern wir nur wieder? Tatsächlich hat die SPD kräftig zugelegt. Sie kam aber auch von ganz unten, liegt nach wie vor Längen hinter der Union. Martin Schulz, gefühlter EU-Sieger, ist wieder ganz auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Auch die monatliche Sonntagsfrage kennt nur einen Spitzenreiter – den CDU-Kanzlerwahlverein. Die entscheidende Frage der SPD-Basis ist aber, ob die GroKo vor Ort als Aufbruch wahrgenommen wird.

Die Antwort ist ernüchternd.

 

Das hat nicht zuletzt das Dorstener Kommunalwahlergebnis gezeigt. Klar, in Nachbarstädten hat auch die SPD gewonnen. Betrachtet man aber mal die Wahlbeteiligung durchgängig, wird schnell klar, dass die Elefantenhochzeit in Berlin keinen zusätzlichen Wähler „hinterm Ofen“ hergelockt hat.

Die Rhader Wahlanalyse hat gezeigt, dass durch kontinuierliches Engagement und kreative, nachhaltige Aktionen (Rhader Rahmenplan) keine entscheidende Wählerwanderung angestoßen wird, wenn der Trend der Bundes-SPD nicht auf Seiten der „Sozis“ ist.

Fazit: 6 Monate Große Koalition haben gezeigt, dass die SPD hervorragende Ministerinnen und Minister stellt, inhaltlich deutliche Zeichen setzt, aber vom Wähler nicht als eigener Aufbruch wahrgenommen wird. Eine bittere Erkenntnis. Nicht nur für die Parteiführung, sondern auch für die Basis, wie hier in Rhade.

Eigener Bericht

 
 

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