Fracking: Nach wie vor unklare Gesetzeslage

Umwelt


Stopp Fracking! Das Symbol der Gegener ist die Rote Hand

Förderunternehmen beantragen Probebohrungen in Dorsten

Die Parteien wollen es nicht, die Bundesregierung nicht, die Landesregierung schon gar nicht. Und die Bevölkerung ist mit deutlicher Mehrheit auch dagegen. Fracking? Nein, das geht hier in unserem dicht bevölkerten Land nicht. Eigentlich reicht das, um Interessenten an der umstrittenen Schiefergasförderung mit giftigen Chemikalien abzuschrecken.

Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Gesetzeslage ist nach wie vor unklar. Besonders die EU (Oettinger) sorgt immer wieder mit Pro-Fracking-Aussagen für Verwirrung. Und das Eckpunktepapier der zuständigen Bundesminister Sigmar Gabriel (Wirtschaft) und Barbara Hendricks (Umwelt) ist bisher nur eine Vorlage für die Bundesregierung, kein Gesetz! Die dort beschriebene Ablehnung gilt nur bis zur Bohrungstiefe von 3000 Metern. Außerdem sind Ausnahmen möglich.

Fracking steht in Dorsten auf der Roten Liste ...

 

Fracking steht in Dorsten auf der Roten Liste

Der Dorstener Arbeitskreis ENERGIE – KLIMA – UMWELT hat mit Informationsveranstaltungen, dem Dorstener Appell und einer breiten Unterschriftenkampagne dafür gesorgt, dass das Thema Fracking in Dorsten auf der Roten Liste steht. „Dass jetzt zwei Unternehmen Anträge für Probebohrungen auf Dorstener Gebiet gestellt haben, zeigt, dass die politischen Stellungnahmen bisher reine Absichtserklärungen sind. Wer Fracking aus Umwelt- und Gesundheitsgründen nicht will, muss diese Technologie gesetzlich verbieten. Ohne Wenn und Aber“, so die Stellungnahme des Arbeitskreises zu dem heutigen Bericht der Dorstener Zeitung. Die Ablehnung der Anträge durch die Dorstener Stadtverwaltung, die sich auf den einstimmigen Beschluss des Umweltausschusses bezieht, wird begrüßt.

 
 

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