Bundeswehr im Auslandseinsatz – ein besorgter Zwischenruf aus Rhade
„Terrorismus kann allein militärisch nicht besiegt werden, aber ganz ohne Militär wird es auch nicht funktionieren“, so sinngemäß Frank-Walter Steinmeier, angesehener und äußerst engagierter Außenminister (SPD) unseres Landes zur Entscheidung, vorgestern gegenüber der Presse und Öffentlichkeit, sich in Afghanistan, Syrien und Mali verstärkt zu engagieren. Engagieren heißt, die Bundeswehr in eine neue gefährliche Mission zu schicken. Noch klingt der Ausspruch (Peter Struck, SPD-Verteidigungsminister) im Ohr, „am Hindukusch wird auch unsere Freiheit verteidigt“. Ist seitdem die Welt sicherer geworden? Das Gegenteil muss (leider) nüchtern und emotionslos konstatiert werden. Die Spirale der Gewalt dreht sich immer schneller. Die gigantische Fluchtbewegung aus den Kriegsgebieten ist zwangsläufig die Folge. Am Ende wird es keinen Gewinner geben, aber viele komplett destabilisierte Länder, die ein neues Pulverfass für die Welt und uns darstellen. Gefragt sind also neue Ideen, eine neue Strategie, kurz, ein Neuanfang der Weltpolitik.
Eigener Bericht