Nach rassistischer Entgleisung - Martin Schulz wirft Neonazi aus dem EU-Parlament
Rassismus darf nicht salonfähig werden: Martin Schulz hat deshalb durchgegriffen. Rassismus hat im Europaparlament keinen Platz. Das hat Martin Schulz heute klar gemacht. Der Parlamentspräsident ließ den rechten griechischen Abgeordneten Eleftherios Synadinos aus dem Saal werfen. Dieser hatte sich rassistisch über Türken geäußert. Mit ernstem Blick nahm EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am Mittwoch Nachmittag auf seinem Stuhl im Straßburger Plenarsaal Platz. „Ich greife jetzt zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, die ich für unvermeidlich für die Würde unseres Hauses halte“, ließ er die 750 Abgeordneten wissen. Es habe am Morgen einen „Zwischenfall“ gegeben, auf den das europäische Parlament reagieren müsse.
Mit „Zwischenfall“ meinte Schulz die Äußerungen des griechischen Abgeordneten Eleftherios Synadinos, der seit 2014 für die Neonazi-Partei „Goldene Morgenröte“ im Europaparlament sitzt. In einer Debatte über die Zusammenarbeite der EU mit der Türkei in der Flüchtlingsfrage hatte Synadinos die Türken unter Berufung auf „osmanische Wissenschaftler“ als „geistige Barbaren“, „Schwindler“ und „schmutzig“ bezeichnet. Der „einzige effektive Weg, mit den Türkei umzugehen“, seien „die Faust und Entschlossenheit“.
Martin Schulz: „Nicht mit mir.“ Und weiter: