Das Grundgesetz wird 75

Gesellschaft

Der Bestseller gehört auf jeden Büchertisch

„Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“ Bereits in der Präambel versprechen wir (Deutschland), einem vereinten Europa angehören zu wollen und dem  Frieden der Welt zu dienen. Nun als Vorbild, nachdem unser Land Schreckliches verbrochen hat. Als vor 75 Jahren der parlamentarische Rat, bestehend aus 65 Mitgliedern, intensiv darüber diskutierte, wie dem Frieden in der Welt zu dienen sei, standen die Begriffe „Nie wieder Krieg“ und „Krieg ist verboten“, im Mittelpunkt der Überlegungen. Carlo Schmidt (SPD), einer der geistigen Väter des Grundgesetzes fand für seinen Vorschlag, „Krieg ist kein Mittel der Politik“, keine Mehrheit. Aber, dass ein Land das Recht hat, sich gegen Aggressoren von außen zu verteidigen, war letztlich auch Grundlage für die Wiederbewaffnung (1955) und dem Beitritt zum reinen Verteidigungsbündnis, der Nato. Die Interpretation des Begriffs Verteidigung wurde im Laufe der Jahrzehnte durch Konflikte außerhalb des Bündnisses immer wieder aktualisiert und vom Verfassungsgericht festgeschrieben. Heute, 75 Jahre später, der Krieg steht vor unserer Haustür, muss das GG nicht nur gefeiert, es muss, mit der Präambel beginnend, gelesen werden.

Eine Rhader "Buchempfehlung" auf Grundlage des Kommentars SD-Zeitung "Friedenstüchtig" von Heribert Prantl (10.05.2024)

 
 

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