Es tut sich was in Rhade

Stadtentwicklung

Schemadarstellung Kaverne: Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG)

Sondervermögen des Bundes wird Dorf entscheidend verändern

Wer genau hinsieht erkennt die strategisch wichtige Lage Rhades auf einen Blick. Auf der Nord-Süd-Achse teilen sich Autobahn, mehrere Stromtrassen, Eisenbahn sowie Gas- und Salzsole-Pipelines die ebene Fläche. Das ist auch der Bundesgesellschaft für die Verwendung des Sondervermögens in Höhe von 500 Milliarden Euro für Zukunftsinvestitionen aufgefallen. Nach neuerlicher Auswertung der vor Jahren vor Ort gemachten Tiefen-Schalluntersuchungen, um bisher verborgene Kohlelagerstätten zu orten, identifizierten die Wissenschaftler eine riesige, stabile Salzstockformation. Um die immer wieder ausgesprochene Klage, Deutschland wäre bei Umsetzungen erkannter Probleme zu langsam, wurden in Berlin nun Nägel mit Köpfen gemacht. Rhade wird Lager-Zentrum für grünen Wasserstoff. Die Stadt Dorsten wird zwar angehört, aber am Verfahren nicht beteiligt. Die vorgesehene Speicherkaverne wird bereits Mitte des Jahres ausgewaschen. Für die so gewonnene Salzsole wurde mit dem Unternehmen Borth am Niederrhein (K+S) ein Vertrag abgeschlossen. Die im Bau befindliche Wasserstoff-Pipeline, in Rhade ist bereits das Röhrenlager am Rütherweg eingerichtet, erhält zusätzlich eine riesige Pumpstation, um das Gas in den dann so vorbereiteten Untergrund zu pressen und einzulagern. Neben einem Gebäude für Techniker, wird ein Campus für die weitere Forschung zur Nutzung erneuerbarer Energien in Modulbauweise errichtet. Die genannte Bundesgesellschaft rechnet mit ca. 250 Arbeitsplätzen und ca. 400 Studenten auf dem Campusgelände. Übrigens in Kooperation mit der Hochschule Essen/Duisburg. Die Dorstener Verwaltung teilt mit, kurzfristig dazu ein neues großzügiges Wohngebiet westlich vom Rütherweg, südlich der Lembecker Straße, auszuweisen und zu erschließen. In Rhade dominierte 800 Jahre der dörfliche Charakter. Das Jahr 2026 markiert einen gravierenden Wendepunkt. Zum Guten? Wir begleiten das Mammut-Projekt kritisch aber konstruktiv.

Grundlage des Berichts sind Geheimpapiere, die uns anonym übermittelt wurden und nur am heutigen Tag zur Veröffentlichung genutzt werden dürfen.

 
 

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