Mit offenen Augen durch Rhade

Kommunalpolitik

Dem Verfall preisgegeben

Die „weiße Villa“ auf der Lembecker Straße war schon mehrfach Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. Ein außergewöhnliches Gebäude, das seit Jahren leer steht und immer mal wieder saniert werden sollte. Vermutlich überstiegen die Sanierungskosten die Möglichkeiten wechselnder Besitzer. Anzeichen von Vandalismus sind unübersehbar. Das langsame Sterben des möglichen „Traumschlosses“ hat eingesetzt. Die Natur begleitet diesen Prozess unaufhaltsam und unübersehbar (Foto). Das Ableben, sprich der Abriss, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Das wäre dann ein weiterer Verlust interessanter, unverwechselbarer Bausubstanz in Rhade. So wie einige Gebäude im Kirchplatzbereich, die „langweiligen“ Neubauten weichen mussten. Auch in der alten Endelner Schule ist seit Jahren kein wirkliches Lebenszeichen zu erkennen. Hier handelt es sich sogar um ein städtisches Gebäude, das dem Rhader Heimatverein per Pachtvertrag überlassen wurde. Mehrfach wurde bei der Verwaltung angeregt, dieses Gebäude mit seinem großen Grundstück einem neuen Zweck zuzuführen. Der wachsenden Zahl an Demenz erkrankter Bürger, steht zum Beispiel ein zu geringes betreutes Wohnangebot gegenüber. Leider versinken Anregungen dieser Art genauso im Dornröschenschlaf wie die eingangs erwähnte „weiße Villa“.

Die Reihe "Mit offenen Augen durch Rhade" wird fortgeführt.

 
 

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