Es war einmal ein Gasthaus und ein zentraler Treffpunkt. Auch für die Rhader SPD-Jahrzehnte lang. Foto Jürgen Heinisch
Rhade hat was. Eine Insel im Grünen mit Zukunftspotenzial. Aus dem jahrhundertealten Dorf entwickelt sich seit 1975, dem Zeitpunkt der kommunalen Neuordnung, der Dorstener Stadtteil Rhade. Die ersten Weichen stellte der Bezirksausschuss, ein Unterausschuss des neuen Stadtrates. Ende der 1990er Jahre wurde er aufgelöst. Die offizielle Version lautete, er habe sein Ziel erreicht. Inoffiziell, und der Wahrheit ein Stück näher: er wurde zu unbequem. Seither werden die Bürger immer mal wieder gefragt, wie sie sich ein zukunftsfähiges Rhade vorstellen. Externe Planungsgruppen sind Stammgäste im Rathaus. Herausgekommen sind Pläne, die im Rahmen vieler Förderprogramme umgesetzt werden (sollen). Parallel verschwinden nach und nach Rhader Gebäude-Urgesteine. Für das Carola-Martius-Haus verschwand das alte Pastorat, die Debbingstraße hat ihr Gesicht total verändert, das Gasthaus Pierick und das Gebäude der Volksbank befinden sich aktuell unter der Abrissbirne. Der örtliche Bäcker ist nicht mehr, aus der Apotheke wurde die Sparkasse Vest. Aus dem Forksbusch, eine ökologische Nische, soll sich nach und nach ein Treffpunkt aller Generationen entwickeln. Gegenüber existierte mal eine Autowerkstatt, stattdessen wirbt Raiffeisen um Tankkunden und Bistrogäste. Alles gut? Wenn da nicht weiter das ungelöste Problem des Durchgangsverkehrs wäre und der katastrophale Zustand der Radwege entlang der Erler- und Lembecker Straße. Stichwort Verkehrssicherheit/Fahrradstraße. Dieses Versprechen wartet seit Jahren auf Einlösung.
Rhades Entwicklung auf einen Blick