Bundespolitik Katharina Reiche (CDU) - Die Provokationsministerin

Ihr scheinbar schüchternes Auftreten, ihr Augenaufschlag, ihre leise Stimme lassen vermuten, eine  offene und rundherum freundliche, kooperative Person vor sich haben. Dazu ein passender, modischer Dresscode, schon verfestigt sich das beschriebene Bild. Wer aber genauer hinsieht und besonders hinhört, wird seine Bewertung ändern müssen. Katharina Reiche, ihres Zeichens Bundeswirtschaftsministerin, ist eine „ausgekochte“ Lobbyistin der Energiewirtschaft. Ihr Aufstieg zur Ministerin ist atemberaubend. Als langjährige Bundestagsabgeordnete der CDU stand sie nie in der ersten Reihe. Dann der Wechsel zur Energiewirtschaft. Zurück auf die politische Bühne durch Friedrich Merz, der sie völlig überraschend zur Wirtschaftsministerin berufen hat. An ihr vorbeigegangen  sein muss, dass in einer Koalition mit SPD und CSU Teamwork gelebt werden muss. Ihre Alleingänge bringen regelmäßig die Sozialdemokraten auf die Palme. Aber auch das Murren in der CDU/CSU ist nicht mehr überhörbar. Katharina Reiche erweckt den Eindruck, nur widerwillig auf erneuerbare Energien zu setzen, stattdessen ist sie eine unermüdliche Förderin der Energiewirtschaft. Nun hat sie mit der Vorlage des Gesetzentwurfes „Tankdeckel“, eine Forderung der SPD, letzte Zweifel an ihrer Präferenz für die Energiewirtschaft beiseite geräumt. Scheinbar, besser ist der Begriff scheinheilig, kommt sie mit dem Gesetzentwurf der SPD entgegen, um dann aber mit genau berechnenden Hürden die Initiative der SPD (und der gesamten Koalition) ins Leere laufen zu lassen. So trägt sie den Titel Provokationsministerin zu Recht. Der Kanzler ist gefragt!

Wochenendkommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 07.11.2026

 

Bei der Überzeugungsarbeit: Finn Lehmann ist nah bei den Menschen Gesellschaft Was können wir vom Ausgang der US-Wahl lernen?

Wie Finn Lehmann Vertrauen zur SPD zurückgewinnen will

Der Vergleich ist gewagt, dennoch steckt ein Fünkchen Wahrheit darin. Ein junger Mann kandidiert in Texas für die Demokraten. „Aussichtslos“, so die Vorhersage aller Experten. Schließlich ist Texas Stammwähler-Gebiet der Republikaner, dazu Trump- und Musk-Land. Dann die Sensation. Nach Auszählung aller Wahlscheine hat der demokratische Underdog den haushoch favorisierten und mit Hunderten Millionen Dollars gesponserten Republikaner  klar geschlagen.
Ortswechsel. In Dorsten, Haltern, Teilen von Marl und Datteln will ein junger Sozialdemokrat politische Verantwortung übernehmen. Seine NRW-Landtagskandidatur wurde anfangs mit dem Zusatz „aussichtslos“ versehen. Schließlich scheint die CDU ein Abo auf diesen von ihnen auf sie zugeschnittenen Wahlkreis zu haben. Finn Lehmann hat die Herausforderung angenommen und ist dabei, mit riesigem Engagement den politischen Wechsel in unserem Landtagswahlkreis zu schaffen. „Endlich tritt wieder ein junger Kandidat für die SPD an“, so immer mehr Bürgerinnen und Bürger, die signalisieren, Finn Lehmann am 25. April nächsten Jahres (NRW-Landtagswahl) ihre Stimme zu geben.
Finn Lehmann tourt unermüdlich durch den riesigen Wahlkreis, baut Informationsstände auf, macht Haustürbesuche, wirbt auf allen Kanälen, auch um junge Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Genauso hat es der Demokrat in Texas gemacht. Finn Lehmann ist auf dem richtigen Weg.

Ein Rhader sieht Parallelen in Texas und Dorsten

Veröffentlicht am 06.11.2026

 

Gesellschaft USA-Wahl: Statt eines Kommentars wählen wir heute nur drei Zeilen eines berühmten Gedichts:

Denn es gibt immer Licht,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.

Amanda Gorman. „Der Hügel, den wir erklimmen“. Vorgetragen bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Joe Biden am 20. Januar 2021

Veröffentlicht am 05.11.2026

 

Kommunalpolitik SPD Nord diskutiert über Dorstener Wohnungsmarkt

DWG-Geschäftsführer Oliver Göttlich steht Rede und Antwort

Sozialdemokraten des SPD-Ortsvereins Dorsten Nord, beklagen seit längerem, dass der örtliche Wohnungsmarkt zu unbeweglich sei. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, sozialer Wohnungsbau wurde bis fast auf Null zurückgefahren, Wohnungsbaugesellschaften kommen ihrer Verantwortung bezüglich Renovierung, Substanzerhaltung und transparenter Nebenkostenabrechnungen nicht nach. Mit dem Referenten Oliver Göttlich, der als Geschäftsführer der Dorstener Wohnungsgesellschaft (DWG) fungiert, stand ein kompetenter Diskussionspartner zur Verfügung. Mit 800 eigenen Wohnungen und ca. 1000 verwalteten ist die DWG ein einflussreicher Akteur auf dem Dorstener Wohnungsmarkt. Das Ziel sei, so Oliver Göttlich, ca. 30 Wohnungen pro Jahr in der Lippestadt selbst zu bauen. Einige Schwerpunkte der lebendigen Diskussion lassen sich so zusammenfassen:

  • Schrottimmobilien sind in Dorsten nicht bekannt
  • Verwaltungsübernahme durch DWG von Wohnungen aus dem Bestand großer Wohnungsbaugesellschaften sei schwierig, bisher aber nicht geprüft
  • wird der Bau von Wohnungen in kleinen Stadtteilen Dorstens  den Bedarf ergänzender Infrastruktur auslösen? Wird nicht als Problem gesehen
  • Kann die DWG genossenschaftliches Bauen initiieren / fördern? Die Initiative muss von unten kommen, DWG und Verwaltung wären bereit, entsprechende Initiativen zu begleiten
  • Anregung an DWG, künftig auch vermehrt zukunftsweisende soziale und ökologische Standards zu setzen, wurde auch in Richtung Gesellschafter der DWG gerichtet
  • Modellprojekte, die über Sondermittel gefördert werden könnten, wie experimentelles Bauen, Mehrgenerationenhäuser, Wohnungen für Demenzkranke etc, sind abgesehen von der Planung eines Hauses für AZUBIS aktuell nicht im direkten Fokus der DWG

Fazit: Die Offenheit des Referenten beeindruckte die Teilnehmer, die die Diskussion als Auftakt inhaltlicher sozialdemokratischer Positionierung vor Ort einstuften und begrüßten.

 

Veröffentlicht am 05.11.2026

 

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„Ich glaube, dass die Erkenntnis der Wahrheit
nicht in erster Linie eine Sache der Intelligenz, sondern des Charakters ist“. 

Erich Fromm (Psychoanalytiker, Philosoph, Sozialpsychologe 1900 bis 1980

 

 

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