Stadtentwicklung Rhade und LEADER: Ein neues Projekt? – Erinnerungen an 2014

Fördergelder locken: Gestern – Heute – Morgen

 

Der ländliche Raum hat (plötzlich) etwas. Lange versank er im Dornröschenschlaf und wurde vernachlässigt. Nun soll er mit aller Kraft, sprich mit viel Geld, aufgeweckt und am Leben gehalten werden. Projekte werden aufgelegt, Bürger zum Mitmachen motiviert und Planungsbüros beauftragt, förderwürdige Konzepte zu erstellen. In Rhade war es gestern der Rahmenplan, der seit 7 Jahren auf seine Umsetzung wartet, heute wird alter Wein in einen neuen Schlauch gekippt, der „Dorfentwicklung Rhade“ heißt. Morgen soll unser Dorf mit LEADER* eine nochmalige Ergänzung der vorliegenden Zukunftspläne erfahren. Bereits 2014 hat sich Dorsten (Rhade) mit einigen Nachbarkommunen beteiligt, um mit interessanten Ideen die „Geldgeber“ zu überzeugen, Rhader Projekte finanziell zu fördern. Leider erfolglos. Nun eine Neuauflage. Anstatt wieder bei Null zu beginnen, sollten die „alten“, aber immer noch aktuellen örtlichen Verbesserungsvorschläge aus der Rathausschublade geholt werden. Zum Beispiel diesen: Rhade innerhalb von max. 10 Jahren klimaneutral zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit allen Bürgern, dem Planungsamt, Architekten, Energieversorgern, Forstamt, Landwirtschaft, … Wir blicken gespannt in Richtung Rathaus, ob die 2014 gemeinsam in zwei Workshops erarbeiteten Rhader Verbesserungsvorschläge auffindbar sind und mit Bürgerbeteiligung aktualisiert werden können.

 

* Die Abkürzung LEADER steht für „Liasons entre actions de développement de l`économie rurale“, was übersetzt heißt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

 

Rhader Erinnerungen

Veröffentlicht am 22.10.2021

 

Umwelt KLIMA – KLIMA – KLIMA …

Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse auf staatliche und persönliche Egoismen treffen

 

1969 hat Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) mit dem Ausruf, „Ich sage nur China, China, China“ vor der damals sogenannten gelben Gefahr gewarnt. In abgewandelter Form darf heute „Klima, Klima, Klima“ gerufen werden, um die Dimension der globalen Gefahr auf den Punkt zu bringen. Die Erkenntnis ist das eine, das tatsächliche Handeln die Kehrseite der Medaille. Die wahrscheinlich neue SPD-geführte Bundesregierung, bestehend aus ungleichen Partnern, wird zwar mit einem Klimaministerium neue Zeichen setzen, aber an der globalen und nationalen Problemlösung (auch) verzweifeln. Obwohl kein Weg an erneuerbaren Energien vorbei geht, weil Kohle, Gas und Öl endlich sind, setzt unser Nachbar Frankreich weiter auf Kernenergie und Polen auf Kohleverbrennung. Und vor Ort diskutieren wir endlos weiter über Trassenverläufe und ein Endlager der strahlenden Abfälle aus den Reaktoren. Übrigens wird in Greifswald seit 30 Jahren das ehemalige DDR-Atomkraftwerk, das nur 17 Jahre am Netz war, zurückgebaut, also abgerissen. Kosten am Ende (2060/2070)  über 6 Milliarden Euro! Wer heute wieder nach „sauberer“ Kernenergie ruft, hat nichts verstanden und versündigt sich an den nachfolgenden Generationen. Aber der Blick darf nicht nur „da oben“ hängen bleiben. Klimaschutz beginnt bei uns „da unten“. Ein Blick in das „Integrierte Dorstener Klimaschutzkonzept“ von 2014 hilft, eigenverantwortlich an der Klimaproblemlösung mitzuwirken. Und ohne dieses persönliche Klima-Engagement ist alles nichts. Der Ausruf „Klima, Klima, Klima“ muss uns aufwecken!   

 

Ein Rhader Aufruf nach außen und innen

Veröffentlicht am 21.10.2021

 

Ein Blick in die Morgen- und Wochenzeitung Schule und Bildung Kein Kind zurücklassen – Kinder sind unsere Zukunft

Beeindruckender Bericht in Dorstener Zeitung

 

Hannelore Kraft (SPD) hat 2012 als NRW-Ministerpräsidentin einen wichtigen Satz gesagt, der zum Programm wurde - Kein Kind zurücklassen. Seit dieser Zeit gab es viele erfolgreiche Ansätze besonders frühzeitig auch Kinder zu fördern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren wurden. Nach positiven Zwischenbilanzen muss heute, fast 10 Jahre später konstatiert werden, dass es weiterhin erhebliche Defizite in unserer föderal geprägten Bildungslandschaft gibt Das unübersichtliche mehrgliedrige Schulsystem trägt ebenfalls dazu bei. Claudia Engel, Journalistin der Dorstener Zeitung hat gestern in einem beeindruckenden Artikel geschildert, dass die Neue Schule in Holsterhausen (Sek.1) einen erfolgreichen Sonderweg mit wissenschaftlicher Begleitung eingeschlagen hat, unerkannte Fähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern früh zu erkennen, um dann mit zielgerichteter Förderung die beste Entwicklung der Kinder, die unsere Zukunft sind, zu erreichen. Chapeau! Dieses Beispiel darf es aber nicht nur an einer oder wenigen Schulen geben, es muss der Standard aller Schulen sein. Es gehört nämlich zur bitteren Wahrheit dazu, dass nach dem Pisa-Schock vor 20 Jahren, die eingeleiteten Förderprogramme nur 10 Jahre einen Aufwärtstrend ermöglicht haben, der aber seit 2010 nach Auswertung aller standardisierten Testversionen klar und unmissverständlich abwärts zeigt. Zu wünschen ist, dass die Dorstener Kommunalpolitiker und die Verwaltung den Bericht und Kommentar von Claudia Engel so lesen, dass sie sich jetzt nicht selbstgerecht als Geburtshelfer der Neuen Schule auf die Schulter klopfen, sondern aktiv für die Gleichbehandlung aller Schulen und Kinder eintreten.

 

Ein Zwischenruf aus Rhade auf Grundlage des Berichts in der Dorstener Zeitung (19.10.2021) und des ZEIT-Berichts „Der nächste Bildungsabsturz“ vom 07.10.2021

Veröffentlicht am 20.10.2021

 

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