Ortsverein 50 Jahre SPD-Rhade – Wir werfen einen Blick in die Jubiläumszeitung

Grundwasserabsenkung gefährdet Rhader Wiesen

RWW in der Kritik

 

Es war ein trockener Sommer im Jahr 1986. Die Grundwasserentnahme aus den Rhader Tiefbrunnen durch die Rheinisch Westfälischen Wasserwerke (RWW) verursachte, so die Annahme, übererdige Schäden. Sträucher starben teilweise ab, der Boden senkte sich, Bäume standen mit ihren nun offen liegenden Wurzeln wie auf Stelzen. Parallel beantragte RWW 1987 die bisherige Genehmigung des Regierungspräsidenten, pro Jahr 30 Mio. Kubikmeter Wasser zu fördern, auf 35 Mio. Kubikmeter aufzustocken. Darüber entwickelte sich eine heftige öffentliche Diskussion in Rhade und ebenfalls in Schermbeck. Rudolf Hinsken, vom damaligen Bund für Vogelschutz (DBV), begleitete die Rhader Sozialdemokraten auf einer Vorort-Exkursion, um zu sehen und zu verstehen, was die Grundwasserabsenkung bereits an Schäden verursacht hat. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in einem Forderungskatalog zusammengefasst:

• Keine Erhöhung der Fördermenge genehmigen

• Fördergenehmigung befristen, Umweltgutachten in Auftrag geben

• Wasser in Trinkwasserqualität darf nicht als Brauchwasser angeboten werden

• RWW darf Versorgungsgebiet mit „Rhader Wasser“ nicht vergrößern

Betrachten wir das letzte Hitzejahr 2018 und den Beginn des trockenen Sommers 2019, kann die aktuelle Forderung an die politischen Gremien nicht wesentlich anders lauten als 1987.

Veröffentlicht am 14.11.2019

 

Landespolitik Pulver verschossen

Eine kritische Zwischenbilanz der NRW-Landesregierung

Ende 2019 ist die schwarz-gelbe Landesregierung von NRW seit 2,5 Jahren im Amt. Dann ist Halbzeit für Armin Laschet. Der CDU-Ministerpräsident ist mit einer Reihe von Versprechungen gestartet, nachdem er im Wahlkampf das Land regelrecht schlecht geredet hat. Staufrei sollte NRW werden. Die Wirtschaft entfesselt. Der Lehrermangel beseitigt.Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen: Was ist aus den vollmundigen Versprechen geworden? Was hat die Landesregierung aus den guten Startbedingungen und den sprudelnden Rekord-Steuereinnahmen gemacht? Leider nichts. Der Lehrermangel in NRW wird nicht kleiner, er wird immer größer. Die Wirtschaft in NRW ist im ersten Halbjahr 2019 gerade einmal um 0,1 Prozent gewachsen. Hinzu kommt: Die Investitionsquote des Landes steigt nicht, sie fällt. Die Staus werden nicht kürzer, sondern länger. Beim genaueren Blick auf diese Bilanz zeigt sich: Die Landesregierung von Armin Laschet hat nicht nur ihr Pulver längst verschossen. Sie treibt mit ihrer Politik auch einen Spalt in unsere Gesellschaft.  Sie macht viel Politik für Wenige. Und wenig Politik für Viele.  Nie zuvor haben sich in so kurzer Zeit so viele Bürger-Bündnisse gegen eine Landesregierung gebildet.

Beispiel Straßenausbaubeiträge:

Veröffentlicht am 13.11.2019

 

Ortsverein SPD Rhade trifft sich

2020 - das Jahr der Wende für die SPD?

Mindestens einmal im Monat treffen sich die Mitglieder und Freunde der Rhader SPD, um sich zu informieren und zu diskutieren. Obwohl der Schwerpunkt regelmäßig die Kommunalpolitik Dorsten ist, spielen Welt-, Europa- und Bundespolitik ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle auf der Tagesordnung. Diesmal, am Donnerstag 14. November, wird es unter anderem um die Lage der eigenen Partei gehen.  Die Vorsitzendenwahl der Bundes-SPD geht in die vorletzte Runde. Der Mitgliederentscheid (Stichwahl) im November ist die Grundlage für den Berliner Parteitag im Dezember, auf dem dann die Delegierten abschließend eine Vorsitzenden-Doppelspitze wählen. „Dann kann es im neuen Jahr nur noch aufwärts gehen“, so die Erwartungshaltung sicherlich aller Mitglieder.  Auch in Dorsten werden die Karten zur Kommunalwahl 2020 neu gemischt. Am 13. September werden Bürgermeister, Stadtrat, Landrat und Kreistag RE neu gewählt. Die Rhader SPD hat dazu bereits ihre Kandidatinnen/Kandidaten gewählt. Neben denen, die in ihrem Wahlkreis direkt in den Stadtrat gewählt werden, hoffen andere auf einen guten Listenplatz, um so künftig als Ratsfrau oder Ratsherr zu fungieren. Über das Verfahren wird am Donnerstag informiert.  Treffpunkt: Gasthaus Pierick, 18.30 Uhr.

Veröffentlicht am 12.11.2019

 

Gesellschaft 9. November: Gedenkstunde im Dorstener Jüdischen Museum rüttelt auf

Nie war der Bezug zur Gegenwart deutlicher zu spüren

Alljährlich wird am 9.November an die schreckliche Pogromnacht 1938 in Deutschland und Dorsten erinnert. Traditionell seit Jahren im Jüdischen Museum. Ein immer wiederkehrendes Ritual? Und damit verzichtbar? Dr. Norbert Reichling, Leiter des Museums, hat in seiner sehr aktuellen und politischen Ansprache den schwierigen Spagat zwischen Gedenken, Mahnung und Aufforderung zur Verteidigung unserer Grundrechte nachhaltig geschafft - und damit verdeutlicht, dass der 9. November mehr ist als ein traditionelles Treffen. Eine hochpolitische Ansprache, die klar machte, dass jetzt viel mehr Zivilcourage aus der Mitte unserer Gesellschaft nötig ist, um die intoleranten Tendenzen und Taten, die nicht mit unseren Grundrechten in Einklang zu bringen sind, einzudämmen. Das war deutlich. Das war dringend nötig. Allein die Tatsache, dass 2019 hier lebende Juden darüber nachdenken (müssen), Deutschland wegen Anfeindungen, Beleidigungen, tätlichen Angriffen ... (frühzeitig) zu verlassen, lässt uns schaudern. Nie wieder! Das war unser Versprechen nach 1945. Es wird Zeit, dass wir diesen Eid unmissverständlich einlösen. Der 9. November und die alljährliche Gedenkstunde im Dorstener Jüdischen Museum helfen uns dabei.

Eigener Bericht

(Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten ist immer einen Besuch wert. Siehe auch www.jwm-dorsten.de)

Veröffentlicht am 11.11.2019

 

Ortsverein 50 Jahre SPD-Rhade – Wir werfen einen Blick in die Jubiläumszeitung

Ein Bücherbus rollte durch Rhade

 

Gleiche Kulturbedingungen in allen Stadtteilen! Gleiche Chancen für alle Dorstener Bürger! 2 Forderungen, die, von Rhade ausgehend, den Weg in den ulturausschuss der Stadt fanden. Tatsächlich gelang es, die städtische Bibliothek um einen rollenden Bücherbus zu erweitern. Dr. Johannes Backherms, 1988 Beigeordneter für die Bereiche Schule, Kultur, Soziales, Sport und Jugend, lobte als Gast des SPD-Ortsvereins Rhade die örtlichen Kulturinitiativen, um die eingangs aufgeführten Ziele zu erreichen. Der Bücherbus darf als Erfolgsgeschichte für Rhade besonders erwähnt werden, so Backherms. „Kultur muss von unten wachsen und da ist großes

Interesse der jüngeren Generation von großer Wichtigkeit.“. Und weiter: „In keinem Stadtteil Dorstens wird der Bücherbus so gut angenommen wie in Rhade“. Später „zwangen“ die maroden städtischen Finanzen, den rollenden Bücherbus ersatzlos aufzugeben. Bitter für Rhade und den Anspruch, auch kulturell nicht ins Abseits zu geraten.

Veröffentlicht am 10.11.2019

 

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