Barbara Hendricks war da – Aktionsprogramm Klimaschutz 2020

Bundespolitik

Uhr tickt: Nach Kriegsflüchtlingen kommen Klimaflüchtlinge

Eine Fachveranstaltung der besonderen Art fand jetzt im Wissenschaftspark Gelsenkirchen statt. Die Umweltministerin persönlich referierte kurz, aber sehr eindringlich über das vom Kabinett beschlossene „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“.

Die Kernaussage, dass bis 2020 mindestens 40 Prozent CO2 eingespart werden müssen, um den dramatisch eingesetzten Klimawandel zu stoppen, ist inzwischen Allgemeingut geworden. Aber wie dahin kommen? Barbara Hendricks, souverän und unaufgeregt, aber spürbar engagiert:

  • Der Weg ist mühsam und nicht ganz umsonst
  • Die Zeit drängt, Klimaflüchtlinge wären die Folge des Nichtstuns
  • Die fossilen Brennstoffe sind endlich, die schrittweise Dekarbonisierung ist ein Muss
  • 100 Programmpunkte der Bundesregierung sind formuliert, um das Ziel zu erreichen
  • Kommunen kommt ein Schwerpunkt bei der Umsetzung zu.

Die 50 Teilnehmer an der Veranstaltung, die Rhader SPD war auch vertreten, hörten gespannt, was Barbara Hendricks auch zur dreckigen Braunkohlegewinnung und Verstromung zu sagen hatte. Bekannterweise hat sich Sigmar Gabriel als Wirtschaftsminister gegen die weiterreichenden „Dekarbonisierungsvorschläge“ der Umweltministerin durchgesetzt:

Hendricks, ganz loyal: Der Ausstieg in den nächsten 35 Jahren wird nicht aufzuhalten sein, wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen.

  • Im rheinischen Braunkohlerevier arbeiten noch 10.500 Mitarbeiter
  • In der Lausitz und dem Osten 8.500. (Zu DDR-Zeiten waren es 80.000 Mitarbeiter!)

„Ich denke, dass der anstehende Strukturwandel in den bevorstehenden Jahrzehnten gelöst werden kann“.

Weitere wichtige Aussagen:

  • Eine Renaissance der Atomkraft wird es nicht geben. Zu teuer, Endlager weiter ungelöst.
  • Klimaschutz ist Querschnittsaufgabe aller Bereiche. Gilt auch für Bildung.
  • Erneuerbare Energien sind heute wettbewerbsfähig. Anschubfinanzierung war erfolgreich

Fazit eines Teilnehmers: Die globale Klimapolitik ist Pflichtaufgabe ersten Ranges. Wer jetzt nicht begriffen hat, wird von den Folgen „überrannt“. Inzwischen haben der Bund, die Länder und die meisten Kommunen eigene Klimaziele, so auch Dorsten, formuliert. Jetzt gilt es, an der Umsetzung weiter zu arbeiten. Eine Gemeinschaftspflichtaufgabe aller Bürgerinnen und Bürger.

Wird fortgesetzt mit Beispielen unserer Nachbarkommunen 

 
 

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