Bürgerforum Rhade: Das WIR entscheidet!

Allgemein

Schützenverein bringt das allgemeine Ziel kurz ins Wanken

Für Irritationen zeichneten beim letzten Bürgerforum ausgerechnet Vertreter des Rhader Schützenvereins verantwortlich. Jene, die das Motto EINIGKEIT - ORDNUNG - FROHSINN in ihrer Satzung verankert haben, ließen das Gespür für Diplomatie, nämlich kompromissbereit zu sein, vermissen. Was war geschehen? Mindestens zweimal jährlich ruft das Bürgerforum Rhade dazu auf, sich mit Anregungen und Diskussionen über die Zukunftssicherung unseres Stadtteils zu beteiligen. Ein Tagesordnungspunkt beinhaltet immer, gemeinsam über Anträge von Bürgern und Vereinen die einer finanziellen Förderung bedürfen, abzustimmen. Entsprechende Mittel, nach Einwohnerzahl festgelegt, tragen den Titel Bürgerbudget. Der Schützenverein schlug vor, auf der Festwiese künftig einen Beleuchtungsmast mit fester Stromversorgung aufzustellen. Dafür beantragte er den gesamten zur Verfügung stehenden Förderbetrag. Um aber andere mögliche Antragsteller in zweiten Hälfte des Jahres nicht wegen leerer Kassen eine Absage erteilen zu müssen, lautete der salomonische Vorschlag des Bürgerforum-Orgateams an die Grünröcke, sich mit einer Teilförderung zufrieden zu geben. So, wie es in der Zielformulierung des Bürgerforums mit „Das WIR entscheidet“, verankert ist. Diesem Kompromiss wollten die Antragsteller aber nicht folgen. Mit Mehrheit wurde dann zwar pro Antragsteller entschieden, die hohe Zahl an Enthaltungen zeigte aber, dass das „Grummeln in der Magengrube“ Bestand hat. Bedenklich für den kritischen Beobachter ist, dass das gutgemeinte System des Bürgerforums an seine Grenzen stößt, wenn Zufallsmehrheiten, die entsprechend organisiert werden könnten, entscheiden.

Rhader Nachdenkzeilen auf Grundlage von Teilnehmerberichten und dem offiziellen Protokoll, auf www.rhade.de nachzulesen.

 
 

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