So werben Radfahrerschilder in Rhade mit dem örtlichen Mühlenteich. Heute sind Zugang, selbst Blickkontakt unmöglich
Egal, ob es sich um ein Dorf oder eine Stadt handelt, vorhandene Wasserflächen werten den jeweiligen Standort immer erheblich auf. Haltern wirbt mit dem Zusatz „Am See“, Dorsten war nah dran, sich „Stadt an der Lippe“ zu nennen. Und als in einem der letzten Heimatkalender, jetzt auch Jahrbuch genannt, Jugendliche nach ihrem Lieblingsort in der Lippestadt befragt wurden, lag die Kanalpromenade ganz oben auf der Skala der Nennungen. Auch Rhade hätte etwas Entsprechendes zu bieten, versteckt es aber inzwischen völlig unsichtbar hinter dichten Büschen und Bäumen. Die Schönheit des örtlichen Mühlenteichs, gegenüber der alten Wassermühle an der Lembecker Straße gelegen, ist seit längerer Zeit nur noch auf Fotos wahrzunehmen. Beim Versuch, für diesen Text ein aktuelles Bild zu machen, musste der Fotograf passen. Der früher mögliche seitliche Zugang ist inzwischen durch Wildwachstum unpassierbar geworden. Warum versteckt Rhade sein wirkliches Kleinod? Beim Wettbewerb der Ideen, Dorfentwicklung genannt, wurde auch dieser Bereich zur Attraktivitätssteigerung genannt. Heute erinnern wir daran und bitten die Verwaltung um eine aktuelle Einschätzung, wann was getan werden könnte/müsste, um den Mühlenteich überhaupt als Realität und Ruheoase auch für unsere Bürger wahrzunehmen.
Die Reihe „Rhade mit offenen Augen“ wird fortgesetzt