Corona: Hand aufs Herz – wer blickt da noch richtig durch?

Gesundheit

Wenn dann noch Leichtsinn auf Vorschriftenchaos trifft

 

Mehr als 60% aller Bundesbürger sind zweimal geimpft. Zu wenig, um Corona als besiegt zu bewerten. Dennoch werden in den 16 Bundesländern weiter unterschiedliche Vorgaben erlassen oder Empfehlungen ausgesprochen. Mal ist es die eigene Landesregierung, oder das Kreisgesundheitsamt, flankiert vom städtischen Ordnungsamt, die mit ihren Verordnungen versuchen, die Pandemie einzudämmen. Gestern musste man sich im Gasthaus noch registrieren lassen, heute dürfen Fans in großer Zahl ins Stadion, morgen wird weiter über desinfizierende Lüftungsanlagen im Klassenzimmer diskutiert. Und parallel steigen die Infektionszahlen. Die Krankenhauseinweisungen nehmen zu. Über 1000 Menschen, überwiegend zwischen 35 und 60 Jahre alt, ringen derzeit auf Intensivstationen mit dem Tod. Zahl steigend. Und dann das: Auf der Beerdigung seiner Mutter umarmt der trauernde Sohn alle anwesenden Familienmitglieder und Freunde, um anschließend mitzuteilen, gar nicht geimpft zu sein und das auch nicht vorzuhaben. Die so Umarmten reagierten nachträglich fassungslos, weil sie naiv davon ausgingen, dass es das so nicht mehr gibt. Auf der einen Seite ist es nicht nur unverantwortlich, sondern im höchsten Maße fahrlässig, was sich der Impfgegner gegenüber seinen Mitmenschen herausnimmt, andererseits ist der Leichtsinn der Betroffenen Grund genug, über die derzeitige Coronalage vorurteilsfrei nachzudenken und weiterhin besonders vorsichtig auf Feiern aller Art zu reagieren. So schwer es auch fällt.   

 

Ein persönlicher Erfahrungsbericht aus Rhade

 
 

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SPD Ortsverein Rhade

Christoph Kopp
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